Sommerfest der LebEKa
Sorge vor den kommenden Monaten

Deftiges vom Grill: Horst Ziesemer (4. von links) freute sich, dass zahlreiche Helfer zum Sommerfest kamen.  | Foto: FES
  • Deftiges vom Grill: Horst Ziesemer (4. von links) freute sich, dass zahlreiche Helfer zum Sommerfest kamen.
  • Foto: FES

Bornheim (fes). Rund 90 freiwillige Kräfte engagieren sich derzeit bei den Lebensmittelausgabestellen der Evangelischen und Katholischen Kirchen (LebEKa) für Bornheim und Alfter. Einmal im Jahr gibt es als Dankeschön ein Sommerfest für die Ehrenamtlichen. Horst Ziesemer, Koordinator und Leiter der Einrichtung freute sich, dass gut 60 Mitarbeiter gekommen waren, um vor der Versöhnungskirche in Bornheim mitzufeiern. Es gab Deftiges vom Grill und selbst zubereitete Salate.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges spürt auch die LebEKa. Bislang versorgte die Einrichtung an ihren vier Ausgabestellen (Bornheim-Ort, Kardorf, Hersel und Alfter-Oedekoven) gut 250 Haushalte. Durch die Geflüchteten aus der Ukraine kamen noch einmal 150 dazu.

Noch bekommen die Ausgabestellen von den Supermärkten, oder Einzelhändlern ausreichend Spenden, wichtig wird aber auch verstärkt die Unterstützung privater Sponsoren, denn auch die Geschäftsleute kalkulieren enger, es fallen weniger Ware an, die eingekauft und folglich an die Tafeln abgegeben werden.

„Im Vergleich zu den Großstadttafeln sind wir aber noch gut dran, bislang mussten wir noch keinen Aufnahmestopp verhängen und niemanden nach Hause schicken“, berichtete Ute Kleinekathöfer, die die Bornheimer Ausgabestelle leitet.

Ob das allerdings so bleibt, ist fraglich. Sorge bereiten Ziesemer und Kleinekathöfer die kommenden Monate. Dann flattern den Bürgern die Nebenkostenabrechnungen ins Haus. Ute Kleinekathöfer befürchtet, dass zu den Tafeln dann vermehrt Menschen kommen, die lediglich eine Grundrente oder ein niedriges Einkommen beziehen. Denn im Gegensatz zu Hartz IV-Empfängern werden bei ihnen die Nebenkosten von den Behörden nicht übernommen. Diakon Joachim Fuhrmann befürchtet, dass die Zahl der Bedürftigen auch bei mittelständischen Haushalten steigen könne.

Nicht nur das Budget für Speisen oder Getränke schrumpft bei den Bedürftigen. Viele Menschen haben laut Ziesemer auch Probleme sich mit Hygieneartikeln einzudecken. Diese Produkte seien aber schwieriger von den Geschäftsleuten zu bekommen, weil sie nicht ablaufen wie Lebensmittel.

Die Energiekosten betreffen aber auch die LebEKa selbst. Derzeit übernehmen noch die Kirchen die Kosten für Heizung und Strom . Die steigenden Spritkosten für die Transporter belasten das Budget der LebEKa ebenfalls. Am Ende des Jahres wird Kasstensturz gemacht.

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RAG - Redaktion

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