Schützenfest
Neue Bürgerkönigin und Einsatz für Lebensretter
- Vorstellung des Defibrillators (von links): Kassierer Mike Peters, Diakon Adi Halbach, Brudermeister Peter Klett und Bürgermeister Christian Mandt.
- Foto: Frank Engel-Strebel
Bornheim (fes). Bei bestem Sommerwetter feierte die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Bornheim und Botzdorf ihr Schützenfest im katholischen Pfarrzentrum. Brudermeister Peter Klett freute sich, dass viele Bürger der Einladung gefolgt waren und sich auch den Festumzug angeschaut hatten.
Spannend ging es bei den Schießwettbewerben zur Sachen. Neue Bürgerkönigin wurde Melanie Brachaczek. Die 30-Jährige aus Bornheim-Ort arbeitet als medizinische Fachangestellte beim Bonner Gesundheitsamt und war bereits 2024/25 an der Seite von Jan Interthal Schützenkönigin. Der scheidende Bürgerkönig Norman Gerold war mit seinem Jahr mehr als zufrieden.
Das Schießen der Ortsvereine entschied der Musikverein Bornheim für sich. Platz zwei errang der örtliche Junggesellenverein. Beim Ehrenpreisschießen in der Alters- oder Seniorenklasse siegte Hans Clasen aus Brenig vor Peter Euskirchen aus Heimerzheim. Den Ehrenpreis in der Schützenklasse sicherte sich Pascal Krämer von der Bruderschaft Kardorf/Waldorf gefolgt von Elias Wickord aus Remagen. Beim Ehrenpreisschießen der Damen ging Platz eins an Tina Heck-Lehmann aus Remagen, zweite wurde die Brenigerin Klara Clasen. Bei der Gruppe der Jugendlichen war Erik Neißen (Kardorf/Waldorf) am erfolgreichsten vor der Remagenerin Lara Hengsberg. In der Kategorie der Bambini siegte ebenfalls aus Remagen Markus Heck. Ihren Schützenkönig schießen die Bornheimer Grünröcke übrigens traditionell am Patronatsfest, dem Hubertustag im November, aus.
Doch nicht nur die spannenden Wettkämpfe standen im Fokus. 2025 wurde die Bornheimer Bruderschaft hundert Jahre alt. Das Jubiläumsjahr nutzte Präses und Diakon Adi Halbach für eine ganz besondere Aktion, einer Herzensangelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes. Er möchte flächendeckend in Alfter und Bornheim sukzessive Defibrillatoren anbringen, insgesamt 40 sollen es werden. Dafür gründete er die Initiative „Herzenssache. Defis retten Leben“.
Diese Geräte werden eingesetzt, wenn bei Menschen ein plötzlicher Herz-Kreislaufstillstand eintritt. Defibrillatoren geben Stromstöße ab, dadurch können im Idealfall Betroffene wiederbelebt werden bevor ein Notarzt kommt. Ein Defibrillator kostet rund 2.000 Euro. Um weitere solcher Lebensretter anschaffen zu können, werden Spender und Sponsoren gesucht.
Infos bei Co-Projektplaner und Kassierer der Schützenbruderschaft Mike Peters: 0163/59 00 700; E-Mail: post@st-hubertus-bornheim.de
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |