Pfarrer Genster nimmt Abschied
Kirche erlebbar gemacht
- „Die Essenz des Lebens ist Humor und die Botschaft von Ostern“ - Willibert Pauels, alias „Ne Bergische Jung“ gab dem scheidenden Pfarrer Matthias Genster tröstende Worte mit auf den Abschiedsweg.
- Foto: fes
Bornheim-Walberberg (fes). Nach mehr als zwei Jahrzehnten als Seelsorger in der Region ist Pfarrer Matthias Genster offiziell verabschiedet worden. Der 61-Jährige kam vor 21 Jahren in die Region, wurde 2010 Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Bornheim – An Rhein und Vorgebirge und übernahm 2019 zusätzlich die Leitung des neu gegründeten Sendungsraums Bornheim/Alfter mit insgesamt 18 Gemeinden. Sein Abschied erfolgt aus gesundheitlichen Gründen. Bereits Ende 2025 hatte Genster Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki gebeten, ihn zum 31. August vorzeitig von seinen Aufgaben zu entpflichten.
Zum Abschiedsfest in Walberberg hatte Genster selbst eingeladen. Zahlreiche Gläubige folgten der Einladung. Statt Geschenken bat er um Beiträge für das Büfett sowie um Spenden für die Lebensmittelausgabestellen der evangelischen und katholischen Kirchen, die LebEKa.
Sichtlich bewegt dankte Genster für das vielfältige Gemeindeleben und den Einsatz der vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter. Sein Dank galt auch den Verantwortlichen in der Senioren- und Jugendarbeit sowie den Frauengemeinschaften. „Es ist zwar so, dass meist Grauhaarige zu sehen sind, aber wir sind keine alte Clique“, sagte er mit einem Augenzwinkern. „Ich wurde hier als Freund aufgenommen und habe Freunde gefunden, ich habe Menschen getröstet und bin selbst getröstet worden“, sagte er in der Pfarrkirche St. Walburga.
Für eine Überraschung sorgte Willibert Pauels. Der vielen als „Ne Bergische Jung“ bekannte Diakon fand neben humorvollen Einlagen auch persönliche Worte für den scheidenden Geistlichen. „Durch deine ehrliche Art schwingt eine gewisse Traurigkeit, die berechtigt ist, in deinen Worten mit. Das berührt mich zutiefst“, sagte Pauels. Zugleich erinnerte er daran, dass für Christen die Trauer nicht das letzte Wort habe.
Zu den Rednern gehörten auch Bornheims Erste Stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Kretschmer und Alfters Bürgermeister Christian Lanzrath. Dieser erinnerte daran, dass die Erweiterung des Sendungsraums auf Alfter mitten in die Corona-Zeit fiel. „Das war wahrlich nicht einfach. Sie haben es geschafft, dass Kirche vor Ort erlebbar bleibt“, sagte Lanzrath.
Auch die Ökumene spielte bei der Verabschiedung eine wichtige Rolle. Pfarrer Dieter Katernberg von der evangelischen Emmausgemeinde würdigte Gensters Engagement und dessen Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen und für die Botschaft des Glaubens.
Grußworte sprachen zudem Vertreter des Pastoralteams, des Kirchengemeindeverbands und des Pfarrgemeinderats.
Genster wird weiterhin in Walberberg wohnen bleiben und dort auch künftig als Subsidiar tätig sein. Sein Nachfolger als leitender Pfarrer wird zum 1. September Thomas Wolff.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |