Schützenfest und Königsschießen
Heribert Rech ist jetzt Schützenkaiser
- Das strahlende Kaiserpaar Heribert Rech und Daniela Rech-Jordan umringt von (v.li.) Karl-Heinz Nauroth, Oliver Krauß, Christian Mandt und Gabriele Kretschmer.
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Roisdorf. Volksfeststimmung bei herrlichstem Kaiserwetter. Drei Tage lang feierte die Roisdorfer St. Sebastianus Schützen-Bruderschaft ihr Schützenfest. Höhepunkt war natürlich das Königsschießen, das für Heribert Rech mit einem Triumph endete: Nach einem spannenden Wettbewerb setzte sich Rech, der langjähriger Hauptmann der Roisdorfer Sebastianer und Vorsitzender der Musikfreunde Roisdorf ist, mit dem 102. Schuss gegen acht Mitstreiter durch. Bereits 1996 und 2012 holte er den Vogel von der Stange. Sein dritter Sieg machte Rech nun zum Schützenkaiser, die höchste Würde der Bruderschaft.
Damit löst er gemeinsam mit seiner Schwester Daniela Rech-Jordan die Vorjahresmajestäten Mark und Franzis Steinhauer ab. Im abendlichen Fackelschein riss die Schlange der Gratulanten kaum ab bis Präses Adi Halbach und der erste Brudermeister Walter Klemmer schließlich die Krönung vornehmen konnten. Die ersten Glückwünsche überreichten unter anderem Bornheims Bürgermeister Christian Mandt, Vize-Bürgermeisterin Gabriele Kretschmer, der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Krauß, Ortsvorsteher Karl-Heinz Nauroth sowie der Vorsitzende des Ortsausschusses, Tobias Pällmann, mit Maja Wersuhn.
Parallel zum Königsschießen wurde auch das Jugendprinzenschießen ausgetragen, das Maximilian Nordbruch mit dem 93. Schuss für sich entschied.
Spannend verliefen auch die anderen Wettbewerbe. So verteidigte beim Schießen der Ortsvereine die Karnevalsgruppe der „Roisdorfer Quellen-Tiger“ ihren Titel gefolgt von der Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr und dem Maiclub. Die Gastbruderschaften wetteiferten auf der Kleinkaliberanlage um den Sieg, den zum dritten Mal in Folge die St. Hubertus Schützenbruderschaft Nettekoven-Impekoven einheimste. Dahinter folgten die St. Hubertus-Matthäus Schützenbruderschaft Alfter sowie die Schießsportfreunde aus Lengsdorf. Die Grünrocke von Nettekoven-Impekoven bewiesen auch beim Schießen auf die Ehrenscheibe ihr Können und entschieden diesen Wettbewerb mit dem besten Schuss auf die von Ernst Gierlich in Handarbeit gefertigte und kunstvoll bemalte Holzscheibe. Dabei handelt es sich um eine beliebte Tradition: Der Vorsitzende der Heimatfreunde kreiert jedes Jahr eine Ehrenscheibe mit einem historischen Motiv zur Dorfgeschichte. Die diesjährige Scheibe zeigt den um 1385 in Roisdorf geborenen 29. Hochmeister des Deutschen Ordens, Paul von Rusdorf.
Mit Franz Georgi wurde zudem ein neuer Bürgerkönig ermittelt. „Mit 26 Teilnehmern war die Resonanz in diesem Jahr erfreulich groß“, schwärmte Walter Klemmer. Dann gab es noch eine ganz besondere Premiere beim Bürgerprinzen- und Jugendprinzenschießen, wie Klemmer erläuterte: „Der Schützenvogel wurde in diesem Jahr von Schützenbruder Julien Theis mithilfe von Computer-Aided Design (CAD) entworfen, im 3D-Druck gefertigt und gemeinsam mit Schießmeister Damir Jakeljić ausgiebig getestet“. Klemmer dankte allen, die zu dem gelungenen dreitägigen Schützenfest beigetragen haben, allen voran den Schützenfrauen. Laut Satzung dürfen bei den Roisdorfer Grünröcken Frauen nicht Mitglied sein, sie unterstützen „ihre“ Männer aber Jahr für Jahr tatkräftig: „Mit eurem unermüdlichen Einsatz leistet ihr einen unverzichtbaren Beitrag zum Gelingen unseres Schützenfestes. Ohne Euch wäre dieses Fest in dieser Form nicht möglich“, betonte der Brudermeister.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |