Unterstützung für pflegende Angehörige
Pflege-App sucht Tester im Oberbergischen

Die App TeReS wird derzeit im Oberbergischen Kreis erprobt.  | Foto: OBK
  • Die App TeReS wird derzeit im Oberbergischen Kreis erprobt.
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Oberberg. Pflegende Angehörige und Menschen, die andere zu Hause unterstützen, sind für das Forschungsprojekt TeReS gefragt. Im Oberbergischen Kreis wird die App seit acht Wochen erprobt. Die Erfahrungen der Nutzer sollen zeigen, wie digitale Unterstützung gestaltet sein muss, damit sie im Alltag hilft.

Für die wissenschaftliche Begleitstudie werden bis zum 13. November weitere Rückmeldungen gesucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand die Pflege übernimmt oder vor allem im Alltag unterstützt, Termine organisiert und Entscheidungen begleitet.

TeReS bietet einen digitalen Zugang zu den Senioren- und Pflegeberatungsstellen. Über die App können Nutzer ihre Situation schildern und erfahren, welche Unterstützungs- und Entlastungsangebote passen könnten. Das Angebot kann anonym und ohne Termin genutzt werden. Das Beantworten der Fragen dauert etwa 15 Minuten, anschließend werden die Angaben an die zuständige Beratungsstelle weitergeleitet.

TeReS soll dazu beitragen, passende Hilfen frühzeitig aufzuzeigen und den Weg zu Entlastungsangeboten zu erleichtern. Untersucht wird zudem, wie digitale Technologien die Senioren- und Pflegeberatung unterstützen können. Die App ist dazu mit einem digitalen Beratungstool für die Fachkräfte verbunden. Auch KI-Funktionen werden erprobt. Die persönliche Beratung bleibt bestehen, alle Anfragen werden weiterhin von den Beratenden bearbeitet.

„Wir möchten TeReS gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln, für die die App gedacht ist. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung“, sagt Christine Prinz, fachliche Koordinatorin der Senioren- und Pflegeberatungsstellen des Oberbergischen Kreises. Die Rückmeldungen sollen zeigen, was bereits funktioniert, wo Hürden entstehen und wie das Angebot bedarfsgerechter ausgerichtet werden kann.

Die App kann im gesamten Oberbergischen Kreis genutzt werden. Die Anfragen bearbeiten die Beratungsstellen in Bergneustadt, Gummersbach und Lindlar. Begleitet wird die Erprobung durch den Gesundheitsregion KölnBonn e.V. Auch im Kölner Bezirk Rodenkirchen wird TeReS getestet. Die wissenschaftliche Evaluation übernimmt das Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln.

TeReS steht für „technologiegestützte regionale Sorgegemeinschaft“. Das Forschungsprojekt läuft bis Juni 2027 und wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW im Rahmen des Förderaufrufs „Gesünder.IN.NRW“ gefördert. Weitere Infos gibt es auf www.teres.care.

Redakteur/in:

Kristina Franke aus Sankt Augustin

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