SV Refrath/Frankenforst
Projekt für nachfolgende Generationen
- Zahlreiche Jugendspieler, aktive Ehrenamtler und Vorstandsmitglieder nahmen die Spende des Stifters Dr. Jürgen Rembold (M.) mit großem Dank entgegen. Foto: Hoeck
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Refrath (hh). Die Kacheln aus den 70er Jahren sind hinter strapazierfähigem Vinyl verschwunden; neue Heizungsleitungen wurden verlegt und auch die Duschen und Waschbecken wirken modern und ansprechend. Nach der Einweihung des Kunstrasenplatzes, der den alten Aschenplatz ablöste, auf der Sportanlage am Heuweg im vergangenen Jahr kommt der SV Refrath/Frankenforst 1926 der Realisierung seines nächsten Bauprojekts, der Instandsetzung der Kabinen, immer näher.
Etwa ein Dutzend ehrenamtlicher Helfer des Vereins haben in den zurückliegenden Monaten Hunderte Stunden an der Modernisierung der Sportlerumkleiden gewerkelt, um den aktuellen und zukünftigen Senioren- und Jugendspielern attraktive Räume bereitstellen zu können. Die Finanzierung der Baumaßnahme konnte hierbei wesentlich durch Sammlungen, etwa während Fußballturnieren, oder durch Mitgliedsbeiträge gestemmt werden. Doch auch Spenden wurden dankbar entgegengenommen.
Auch die Rösrather Rembold-Stiftung unterstützte gerne das Projekt des Vereins und übergab Vorstandsmitgliedern im Beisein von Ehrenamtlern und Nachwuchsspielern einen Scheck in Höhe von 4500 Euro. „Dr. Jürgen Rembold hat mir offen und ehrlich gesagt, dass Sportvereine eigentlich nicht so das Fördergebiet seiner Stiftung sind. Umso mehr freuen wir uns über die finanzielle Unterstützung für die Kabinen, wovon noch nachfolgende Generationen profitieren werden“, sagte der zweite Vorsitzende Markus Pinger während der offiziellen Scheckübergabe. Der Stifter gab zu, dass Sport früher nie sein Metier war. „Meine Stiftung fördert aber alles, wo bürgerschaftliches Engagement drin steckt. Daher fördere ich hier weniger den Sport, sondern eher die Leute, die sich in ihrer Freizeit engagieren“, hob Dr. Rembold hervor, der für seinen außerordentlichen Einsatz 2024 zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Rösrath ernannt wurde.
2011 gründete er seine Stiftung und hat seitdem über 250 Projekte unterstützt; alleine im vergangenen Jahr waren es 42 Projekte. Da immer mehr Bürger ehrenamtlich Verantwortung für Gesellschaft und Gemeinwesen übernehmen, ist es der Zweck der Stiftung, diese Entwicklung zu ermutigen und zu fördern. Gefördert werden daher Projekte, die bürgerschaftliches Engagement und gemeinwohlorientiertes Handeln anstoßen und unterstützen, etwa aus den Bereichen Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung sowie Jugend- und Altenhilfe. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei das vorrangige Ziel, weswegen sich die Stiftung als „An-Stifter“ versteht. Die unterstützten Projekte sollen nachweislich etwas bewegen, effizient sein und möglichst viele Bürger an bürgerschaftliches Engagement heranführen, in ihrem Tun bestärken und für Wertschätzung sorgen. „Auch deswegen stehe ich heute hier und möchte Werbung machen, Anträge bei der Stiftung zu stellen, denn wir können noch viel mehr Projekte fördern als bisher.“
Redakteur/in:RAG - Redaktion |