Zwei Stolpersteine verlegt
Schüler erinnern an NS-Opfer

Die Stolpersteine erinnern an das Schicksal von Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow. Foto: Stadt Bergisch Gladbach
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  • hochgeladen von Angelika Koenig

Bensberg. Mit der Verlegung zweier Stolpersteine vor der Schloßstraße 46–50 in Bensberg wurde an die ukrainischen Zwangsarbeiter Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow erinnert. Die Initiative für das Erinnerungsprojekt ging von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums Bensberg aus, die sich seit zwei Jahren intensiv mit der Geschichte des Schlosses Bensberg während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen.
Die beiden Stolpersteine markieren den Ort, an dem sich während des Zweiten Weltkriegs ein Lager für sogenannte „Ostarbeiter“ befand. Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow waren junge Männer aus der heutigen Ukraine, die von den deutschen Besatzern verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Nach dem bisherigen Stand der Recherchen mussten sie nach ihrer Verlegung von Köln nach Bensberg im November 1944 für das Tiefbauamt der Stadt Bensberg arbeiten, unter anderem beim Bau von Verteidigungsanlagen.
Bei ihren Forschungen stießen die Schülerinnen und Schüler im Stadtarchiv auf die Spuren eines bis heute nicht vollständig aufgeklärten Kriegsverbrechens. Laut Sterbebuch wurden Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow am 22. März 1945 im Schlosspark Bensberg erschossen. Viele Originaldokumente zum Tathergang sind verschwunden oder wurden vernichtet, sodass zentrale Fragen bis heute offenbleiben. Für ihre Recherchen werteten die Schülerinnen und Schüler Akten des Stadtarchivs aus, arbeiteten mit Unterlagen früherer Forschungen, forderten Dokumente aus dem Bundesarchiv an und recherchierten im NS-Dokumentationszentrum Köln. Dabei hinterfragten sie auch die bislang verbreitete Darstellung der Ereignisse, die sich maßgeblich auf ein Dokument aus dem Jahr 1948 stützte. Zudem fanden sie eine bislang wenig beachtete Zeugenaussage des damaligen Zwangsarbeiters Semjon Gryzak, die einen anderen Ablauf der Geschehnisse schildert und neue Fragen nach den Verantwortlichen aufwirft.

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RAG - Redaktion

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