Klettergerüst für die GGS Kippekausen
Initiatoren brauchten langen Atem

Gleich nach der Eröffnung stürmten Hanna (9), Felina (10) und ihre Freundinnen die neue „Kletterspinne“. Foto: Flick
  • Gleich nach der Eröffnung stürmten Hanna (9), Felina (10) und ihre Freundinnen die neue „Kletterspinne“. Foto: Flick
  • hochgeladen von Angelika Koenig

Refrath-Kippekausen (sf). Das ging schnell: Unmittelbar nach der offiziellen Einweihung stürmten die ersten Mädchen und Jungen der Grundschule Kippekausen auf die „Kletterspinne“, um das Spielgerät auf dem Waldschulhof in Beschlag zu nehmen. Einstimmiges Urteil der Kinder: „Megacool!“ Doch bis zur Eröffnung der neuen, auch „Seilzirkus“ genannten Attraktion war es für die Grundschule Kippekausen und ihren Förderverein ein weiter, mühseliger Weg: Von der Idee, einen Seilzirkus zu installieren bis zur Eröffnung hatte es mehr als vier Jahre gedauert.
Bewegung ist für Grundschüler ein essenziell wichtiger Teil ihres Alltags. Als aber das Klettergerüst und die Reifenschaukeln auf dem Waldschulhof Klassenraum-Containern weichen mussten und nur noch ein einziger Balancierbalken übrigblieb, waren die Möglichkeiten für die Kinder, sich unter freiem Himmel sportlich auszutoben, plötzlich stark eingeschränkt. Neue Spielgeräte mussten her, waren sich die Grundschule und der Förderverein der GGS Kippekausen einig. Als die Planungen bereits abgeschlossen waren, folgte die Hiobsbotschaft: Die Stadt erklärte, der Bau eines Spielplatzes sei aufgrund des Schutzes der Bäume nicht möglich. Für die geplante Erneuerung des Waldspielplatzes hätte ein Baum gefällt werden müssen, was die Stadt untersagte. Über mehrere Jahre waren Grundschule und Förderverein mit der Stadt in Kontakt und haben gemeinsam überlegt, welche Alternativen es gibt. Die Kletterspinne erwies sich als würdiger Kompromiss.
Der Förderverein hatte die Planung für den Seilzirkus übernommen und auch die Finanzierung war gesichert: Die Grundschüler hatten bei zwei Spendenläufen beeindruckende 11.500 Euro gesammelt. Auch der Verein Bürger für uns Pänz unterstützte das Bauprojekt mit 1.000 Euro. Dass die Gesamtkosten mit 29.000 Euro verhältnismäßig gering gehalten werden konnten, war insbesondere dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Eltern zu verdanken, die bei der Errichtung der „Kletterspinne“ tatkräftig mitgeholfen hatten. Architekt Alexander Nix, Vater einer ehemaligen Schülerin, hatte die Bauplanung ehrenamtlich übernommen. Schulleiterin Jarka Bergfeld bedankte sich bei allen Unterstützern und Helfern des Projekts, insbesondere beim Förderverein der Schule: „Dank eures Durchhaltevermögens ist dieser Traum Wirklichkeit geworden“, würdigte Bergfeld den Einsatz von Marie Werner und Miriam Kuckhoff-Pohl. Der Waldschulhof ist auch als Spielplatz Refrath-Kippekausen bekannt und steht nicht nur den Grundschülern, sondern allen Kindern aus dem Stadtteil offen.

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RAG - Redaktion

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