Große Bensberger
Historische Momente
- Im „Esszimmer“ des Technologieparks startete die Große Bensberger mit ihrem traditionellen Gesellschaftsabend in die neue Session.
- Foto: Christian Ehrlich
Bensberg (red). Mit einem stimmungsvollen Gesellschaftsabend im „Esszimmer“ des Technologieparks hat die Grosse Bensberger Karnevalsgesellschaft am Samstagabend ihre neue Session eingeläutet. Fast 200 Gäste feierten gemeinsam den Auftakt, der von emotionalen Momenten, besonderen Ehrungen und einigen Premieren geprägt war.
Gleich zu Beginn sorgte das Kinderdreigestirn der Stadt Bergisch Gladbach – Prinz Thies I. (Bokeloh), Jungfrau Charlotte (Prinz) und Bauer Ben (Löffelsend) – für große Aufmerksamkeit. Für Prinz Thies I. war es ein besonderer Moment: Er erhielt von Präsident Rainer Furth-Quernheim und Angela Wallraf seine Pritsche, die er stolz entgegennahm. Später wurden auch Prinz Thomas III. (Schmitz), Jungfrau Lea (Rodenbach) und Bauer Maurice (Jakobs) – das designierte „große“ Dreigestirn – mit ihren traditionellen Notfallkoffern ausgestattet.
Die ersten Frauen im Senat
Einen historischen Akzent setzte Senatspräsident Christian Ehrlich: Er ernannte erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Frauen zu Senatorinnen. Angela Wallraf und Saskia Geilenkirchen traten gemeinsam mit dem langjährigen aktiven Mitglied und Landtagsabgeordneten Martin Lucke in den Senat ein – ein Moment, der mit langem Applaus gefeiert wurde.
Der Abend bot zahlreiche Ehrungen verdienter Kräfte aus den eigenen Reihen. Besonders die Tanzsportgemeinschaft TSG stand im Mittelpunkt: Stephanie Musculus, Petra Held, Katharina Bernards und Jens Schulz wurden für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Der Vorsitzende Thomas Dittrich ehrte außerdem mehr als 20 Mitglieder für 11- und 22-jährige Vereinstreue.
Emotionaler Höhepunkt war die Überraschung für Präsident Rainer Furth-Quernheim, der – ohne Vorankündigung – den Verdienstorden für seine elfjährige Präsidentschaft erhielt. Danach folgten zwei beeindruckende musikalische Würdigungen: Werner Müller präsentierte einen eigens für den Präsidenten geschriebenen Song, begleitet von einer einstudierten Pompon-Choreographie der Senatoren. Die Herrenreiter überreichten ihm anschließend ein goldenes Zepter und sangen ebenfalls ein persönliches Lied. Furth-Quernheim, sichtlich bewegt, brauchte einen Moment, bevor er seine Moderation fortsetzen konnte.
Die Premiere der neuen Tänze der Schlossstadtpänz und Klabautermänner sorgte für weitere Begeisterung. Beide Gruppen präsentierten einstudierte Choreografien, die mit Standing Ovations gefeiert wurden. Dazu kam eine „Weltpremiere“ von Motto-Sänger Werner Müller, der das aktuelle Sessionsmotto „Jetzt jon mer op et Janze – Mer losse de Poppe danze“ erstmals als Song präsentierte, begleitet von den Charleston-tanzenden „Glitter Girls“.
Zum Abschluss wurden die neuen aktiven Mitglieder feierlich – und traditionell äußerst nass – getauft. Im Pastorengewand übernahm Präsident Furth-Quernheim diese Aufgabe persönlich.
„Endlich geht es wieder los mit dem Karneval“, sagte er zum Abschluss des Abends. „Bei so einem Fest vergisst man den ganzen Ärger um die geschlossenen Aulen.“ Die GBK weist darauf hin, dass es noch Karten für mehrere Veranstaltungen gibt: die Kostümsitzung (30.01.), die Starthilfe-Party (07.02.) und die Kindersitzung (11.01.). Diese finden erstmals in der Alten Zentralwerkstatt auf dem Zandersgelände statt.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |
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