Über vergessene Kleidungsstücke
Eine kleine Idee – eine große Wirkung
- Über eine erfolgreiche Sammlung freuten sich: (v.l.) Elternvertreter David Sterz, der 2. Vorsitzender Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach Dieter Kropp, Ilona Neumann vom Verein Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach, Schulleiterin der KGS Frankenforst Natalie Bors, Enna Dohrmann als Mitglied der Elternpflegschaft und Günter Düren vom Verein Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach. Foto: D. Kropp
- hochgeladen von Angelika Koenig
Bergisch Gladbach. Manchmal beginnt Großes mit einer kleinen Idee. Eigentlich wollte Enna Dohrmann aus der Elternpflegschaft nur den zahlreichen vergessenen Kleidungsstücken, die sich im Laufe des Jahres in der Katholischen Grundschule Frankenforst angesammelt hatten, ein neues Zuhause geben. Sie nahm dazu mit der Humanitären Hilfe Bergisch Gladbach Kontakt auf. Dieter Kropp, der 2. Vorsitzende, war von dem Vorschlag begeistert und sagte die Abholung der textilen Fundsachen zu. In einer gemeinsamen Aktion der Elternschaft wurden alle Kleidungsstücke gewaschen und sortiert, so dass neun volle Bananenkartons abgeholt werden konnten.
Aber das war erst der Anfang, denn plötzlich nahm die Aktion Fahrt auf. „Ja, wenn die Sachen in die Ukraine gehen“ und „Wenn wir wissen, wer die Sachen nimmt“ hieß es – und dann kamen zahlreiche Anfragen, ob nicht noch mehr gespendet werden könne. Es zeigte sich: Jeder hatte etwas abzugeben – und viele wollten gezielt Kinder in der Ukraine unterstützen, weil sie wussten, dass die Spenden dort an der richtigen Stelle ankommen.
In Abstimmung mit der Schulleiterin Natalie Bors startete Enna Dohrmann die nächste Aktion. Sie vereinbarte mit Dieter Kropp einen „kleinen“ Sammeltermin direkt an der Grundschule. Über die Klassenpflegschaften wurden alle Eltern informiert und um Unterstützung gebeten. Die Humanitäre Hilfe kam mit einem großen Anhänger auf den Hof. „Wie viele Spender kommen wohl?“, fragten sich die Ehrenamtler. Sie ahnten noch nicht, wie viel am Ende zusammenkommen würde. Denn dann rollte Auto um Auto auf den Schulhof, beladen mit Kinderkleidung, Spielzeug, Schulranzen und vielem mehr. „Das hätte ich nie gedacht“, sagte Enna Dohrmann. „Diese Aktion werde ich im Kreis der Schulleitungen vorstellen“, ergänzte Natalie Bors. Am Ende war der Anhänger mit mehr als 200 Kartons und Tüten bis zum Rand gefüllt – ein sichtbares Zeichen dafür, wie groß die Hilfsbereitschaft in der Elternschaft war. Alle Spenden werden im Oktober durch die Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach mit dem 21. Hilfstransport in die Ukraine gebracht.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |