Bei 2. Gleis fällt Tannenbergstraßen-Querung weg
Brücke und Unterführung
- Konzeption der Unterführung für Radfahrende und Fußgänger (r.) und Straße, Rampe und Teile der Brücke für den Straßenverkehr (l.). Visualisierung: Stadt Bergisch Gladbach/ Repro: Axel König
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Bergisch Gladbach (kg). In der Stadtmitte soll eine neue Brücke den Straßenverkehr aufnehmen, denn in Zukunft sollen das 2. Gleis und die Erweiterung des Kopfbahnhofes kommen. In Zuge dieser Arbeiten wird der Bahnübergang Tannenbergstraße wegfallen, weil dann die Taktung der Züge höher ist. Die Schranke würde dann, Berechnungen zufolge, innerhalb einer Stunde bis zu 55 Minuten geschlossen bleiben müssen. Deswegen die Suche nach Lösungen. Für Menschen, die sich zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegen, soll an der Tannenbergstraße eine Unterführung gebaut werden.
Die Richtungsweisung geht auf eine Machbarkeitsstudie und den jüngsten Beschluss des Mobilitätsausschusses zurück, nach dem allein rund 1 Millionen Euro in den Haushalt einzustellen sind. Die Summe hat jedoch nichts mit den Baukosten zu tun: Alle weiteren Aufwendungen, so heißt es, seien derzeit noch nicht abzuschätzen. Zudem müssten sich Stadt und Bahn die Investitionen teilen. Das Bauwerk mit je einer Fahrspur für jede Richtung ist südlich der Tannenbergstraße innerhalb des Ypsilon-Anschlusses der S11 und der früheren Bahn-Anbindung nach Rösrath vorgesehen. Den Plänen zufolge führen eine Rampe und eine Brücke zur Britanniahütte. Prinzipiell ist Flächenerwerb notwendig, zudem wurde die Machbarkeit der Anbindung an das Straßennetz untersucht und deren Möglichkeiten ausgearbeitet: Westlich der S11-Strecke soll an die Straßen Britanniahütte, Buchholzstraße und Hermann-Löns-Straße angebunden werden, östlich an die Kalkstraße. Mit Planung und Bau ist die neu gegründete Infrastruktur- und Projektgesellschaft Bergisch Gladbach (IP-GL) beauftragt, eine 100-prozentige Tochter der Stadt.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |