Kriminalität im Kreis
Mehr Einbrüche, mehr Tötungsdelikte

Während in einigen Bereichen die Zahl der angezeigten Straftaten rückläufig sind und die Polizei im Rhein-Erft-Kreis eine Aufklärungsrate von über 52 Prozent verzeichnen konnte, ist die Zahl der Straftaten „gegen das Leben“ und in den Bereichen „Straßenkriminalität“   und „Wohnungseinbrüche“ stark angestiegen. | Foto: SZ-Designs Adobe.Stock.com
  • Während in einigen Bereichen die Zahl der angezeigten Straftaten rückläufig sind und die Polizei im Rhein-Erft-Kreis eine Aufklärungsrate von über 52 Prozent verzeichnen konnte, ist die Zahl der Straftaten „gegen das Leben“ und in den Bereichen „Straßenkriminalität“ und „Wohnungseinbrüche“ stark angestiegen.
  • Foto: SZ-Designs Adobe.Stock.com

Gute und schlechte Nachrichten konnte die Polizei bei der Vorstellung des Jahresberichts 2023 zur Kriminalitätsentwicklung im Rhein-Erft-Kreis verkünden:

Rhein-Erft-Kreis (lk). Während im vergangenen Jahr weniger Straftaten als im Jahr 2022 begangen wurden und die Aufklärungsquote im Kreis mit über 52 Prozent über der bisherigen 30-Jahre-Bestmarke von 2021 liegt, ist die Zahl der Tötungsdelikte im vergangenen Jahr von 10 auf 14 stark angestiegen, außerdem wurde wieder fast so häufig eingebrochen wie vor der Corona-Pandemie: Wurden im Jahr 2022 noch 659 Wohnungseinbrüche angezeigt, waren es im vergangenen Jahr 828 (+169). Auch die Straßenkriminalität hat mit 7738 Strafanzeigen ein neues Hoch im Rhein-Erft-Kreis erreicht (+416 im Vergleich zum Vorjahr).

Rückläufig sind hingegen die Fallzahlen in den Bereichen Sexualstraftaten (-102), Gewaltkriminalität (-57) und Raub (-35).

Die meisten Straftaten wurden im vergangenen Jahr in Bergheim (5104) verübt, dahinter folgen Kerpen (4850), Frechen (4582), Hürth (3966) und Brühl (3487). Seltener wurde die Polizei nach Elsdorf (1241), Bedburg (1822), Erftstadt (2486), Wesseling (2626) und Pulheim (2727) gerufen.

In diesem Jahr möchte sich die Polizei im Kreis weiter intensiv mit den Kriminalitätsschwerpunkten „sexueller Missbrauch“ und „Kinderpornografie“ befassen. Außerdem rückt - aufgrund der gestiegenen Fallzahlen - auch die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs wieder in den Fokus der Polizeiarbeit, ebenso das Verhindern von politisch oder religiös motivierten Straftaten.

Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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