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St.-Michael-Gymnasium
Zeitzeugin berichtet über den Zweiten Weltkrieg

Zeitzeugin Insa Geppert (v. l.) schillderte eindrucksvoll von ihren persönlichen Erlebnissen während des 2. Weltkriegs. | Foto: Clara Günthner
  • Zeitzeugin Insa Geppert (v. l.) schillderte eindrucksvoll von ihren persönlichen Erlebnissen während des 2. Weltkriegs.
  • Foto: Clara Günthner
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Bad Münstereifel (red). Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Holocausts sowie des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fand am Dienstag, 27. Januar, am St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel eine besondere Gedenkveranstaltung zum Thema Zweiter Weltkrieg statt.

Im Mittelpunkt stand der Besuch der 92-jährigen Zeitzeugin Insa Geppert, die den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll von ihren persönlichen Erlebnissen während des Zweiten Weltkriegs berichtete. In ruhigen, aber eindringlichen Worten schilderte sie ihre Erinnerungen an Krieg, Angst und Entbehrungen und machte die historischen Ereignisse für das junge Publikum greifbar und persönlich.

Eine besondere Ergänzung bildete der Beitrag ihres Enkels Ole, der aus den schriftlichen Memoiren von Insa Gepperts Bruder vorlas. Dieser war im Alter von nur 15 Jahren zum Dienst bei der Marine eingezogen worden. Die Auszüge aus seinen Aufzeichnungen verdeutlichten eindrucksvoll, wie stark auch Jugendliche durch den Krieg vereinnahmt wurden und welche Verantwortung ihnen viel zu früh aufgebürdet wurde.Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag von Christina Lerchster über Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei ging sie insbesondere auf Formen der Zwangsarbeit in der Region ein und machte deutlich, dass die Verbrechen des NS-Regimes nicht nur fern, sondern auch unmittelbar vor Ort stattfanden.

Bei den Zuhörenden hinterließ das Zeitzeugengespräch einen nachhaltigen Eindruck. Es zeigte, wie wichtig persönliche Berichte und regionale Bezüge für das historische Lernen sind – gerade in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen selbst berichten können.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Schülerin Clara Günthner aus der Jahrgangsstufe 10, die gemeinsam mit Schulentwicklungskoordinatorin Ilona Zingsheim einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur an ihrer Schule leisten wollte. Mit dem Gespräch setzte das St.-Michael-Gymnasium ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und für Verantwortung, Erinnerung und Aufklärung.

LeserReporter/in:

Ruben Bartsch aus Köln

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