Flutschäden beheben
Wegenetz wird langsam wieder neu aufgebaut
- Bernd Hiltrop und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian.
- Foto: Pressestelle Bad Münstereifel
Bad Münstereifel (dru). Die Flutkatastrophe von 2021 hat nicht nur Häuser und Straßen schwer getroffen, sondern auch zahlreiche Neben- und Wirtschaftswege zerstört. Dieses Wegenetz ist für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bürgerinnen und Bürger sowie Wandernde und Radfahrende von großer Bedeutung. „Das Ausmaß der Schäden ist sehr unterschiedlich, was den Wiederaufbau herausfordernd macht“, erklärt Bernd Hiltrop vom Amt für Tiefbau der Stadt.Die Palette der Schäden reichte von massiven Unterspülungen über vollständig weggerissene Wegestücke und Hangrutschungen bis hin zu zerstörten Brücken und Durchlässen. Dennoch konnte Hiltrop zufolge „trotz der großen Zerstörung und der teils schwierigen Bauarbeiten schon mehr als die Hälfte der Wege wiederhergestellt und zugänglich gemacht werden“.Im gesamten Stadtgebiet wurden über 120 sanierungsbedürftige Schadstellen identifiziert. Sie wurden nach Schwere und Region geordnet und zu Sanierungspaketen gebündelt. Drei Pakete sind bereits abgeschlossen – unter anderem in den Ortsteilen Arloff, Langscheid, Schönau, Witscheiderhof und Eicherscheid. Weitere Arbeiten laufen derzeit in Rupperath, Hünkhoven, Odesheim und Ellesheim. Nach den Sommerferien sollen fünf weitere Pakete ausgeschrieben werden, ein weiteres folgt im Herbst. Die restlichen Maßnahmen werden im Winter 2025/26 und im Frühjahr 2026 vergeben.
Die Bauarbeiten sind komplex. „Durch Regen aufgeweichter Boden lässt sich nicht gut ausheben und verbauen“, schildert Hiltrop die Schwierigkeiten. Auch das Befahren der unbefestigten Wege mit schweren Maschinen erfordere Vorsicht, um keine zusätzlichen Schäden zu verursachen. Zudem sei im Wald auf die Brutzeiten der Vögel Rücksicht zu nehmen, was Bauarbeiten im Sommer verzögere. Trotz dieser Hindernisse wurde bis zum ersten Quartal 2025 mehr als die Hälfte der vorgesehenen Maßnahmen abgeschlossen – ein sichtbarer Fortschritt im langwierigen Wiederaufbau.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |
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