Tatütata die Feuerwehr ist nicht da....
Feuerwehrfahrzeug aus Weißenstadt von Frank Clausen sorgt für viel Aufmerksamkeit

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Bad Münstereifel-Houverath / Weissenstadt. „Tatütata, die Feuerwehr ist da.“ So zumindest scheint es seit einigen Wochen in Houverath an der Eifeldomstrasse der Fall zu ein. Allerdings ist nicht etwa die hiesige Löschgruppe mit einem ihrer Fahrzeuge im Einsatz. Pflegt diese derzeit auch keine freundschaftlichen Beziehungen zu einer anderen Wehr. Trotzdem steht ein imposantes und gut erhaltenes Fahrzeug mit SLE-Kennzeichen und an beiden Türen mit der Beschriftung „Feuerwehr Weissenstadt“ in unmittelbarer Nähe der Kirche „Eifeldom“, St. Thomas. Allerdings gibt es im gesamten Kreis Euskirchen keine Stadt mit einem solchen Namen.

Des Rätsels Lösung: Ein nicht nur im Bereich Immobilien visierter, sondern sich auch mit Autos gut auskennender Frank Clasen aus dem Raum Mechernich, hatte vor einigen Jahren die auffallend gute Idee, mit seinem langjährigen Freund Christian Müller aus Köln nicht nur das alte Pfarrerhau zu kaufen und zu restaurieren, sondern zwischen dem ehemaliges Pfarrershaus und der Kirche sein nun zum Verkauf stehendes Fahrzeug dort gut zu positionieren.

Um Erlaubnis zu fragen, brauchte er ja als Besitzer nicht, sollte dieses Fahrzeug dort womöglich von anderen Menschen als störend empfunden werden. Auf dem Wiesengrund, wo das Fahrzeug abgestellt wurde, handelt es sich zwar um Kirchenland, das allerdings vor einiger Zeit von den zwei Freunden auf Erbpachtbasis inkl. des inzwischen sehr aufwendig und fein restaurierten alten Pfarrershaus erworben wurde.

Das ehemalige Pfarrershaus nutzen die zwei Freunde - wenn möglich - überwiegend an Wochenenden zur Erholung in der schönen Eifel. Haben die beiden Freunde Christian Müller und Frank Clasen allerdings einen Großteil des Gebäudes bereits kurz nach der Flut im Juli vorigen Jahres für eine in Kreuzberg obdachlos gewordene Familie zur Verfügung gestellt. Sobald diese Familie wieder in ihrer angestammten Heimat ein neues Dach über den Kopf bekommen kann, wird sie ausziehen.

Soll es in Zukunft ein vermehr gutes Miteinander mit der Dorfbevölkerung geben.

Doch woher stammt das nun für schlappe 18.500 Euro zum Verkauf angebotene große, leuchtend rote und auffällige Fahrzeug?

So wie es aussieht und die Recherchen ergaben, aus dem Frankenland.

Von dort zu erfahren: Wir sind die "Stützpunktwehr" der Stadt Weißenstadt am See in Oberfranken. Sind seit 1876 für die Menschen in unserer schönen Stadt, die im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge liegt, da.

Weißenstadt am See liegt im Osten des Regierungsbezirks Oberfranken und gehört der Planungsregion 5 (Oberfranken-Ost) an. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 42,21 km². Im Gemeindegebiet Weißenstadt am See leben derzeit knapp 3500 Einwohner, die sich auf 21 Orte verteilen.

Man sei da, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, „aber wir sind keine Berufsfeuerwehrleute, sondern machen das ganze freiwillig und mit einem sehr großen Freizeitaufwand.“

Bereits in der Jugendfeuerwehr lernen die Mitglieder was sie auf den späteren Einsatzdienst benötigen, um ihren Mitmenschen schnell und professionell Hilfe leisten zu können. Die Mitglieder des Feuerwehrvereines helfen jährlich beim Volks,- und Wiesenfest mit. Auch die Kameradschaft zur Patenfeuerwehr Bischofsgrün wird gepflegt. Und dass es auch dort in jeder Stadt/Dorf eine Freiwillige Feuerwehr gibt und auch dort beiweilen Fahrzeuge, die lange Zeit überwiegend gestanden habe, ausrangiert wreden. Lage es nahe, dass ausgerechnet auch ein Frank Clasen aus der eifel dort fündig wurde. Schließlich dem verlockenden Angebot nicht widerstehen konnte, um das heute mit inzwischen über 30 Jahren auf dem Buckel habende aber wie aus dem Ei gepellte rote Fahrzeug zu erstehen.

Nun soll es aber trotzdem möglichst bald einen neuen Liebhaber finden. Und sollte sich kein potenzieller Käufer finden, könnte es sein, dass Frank Clasen das Fahrzeug „entkernt“ und für andere Zwecke umbaut. „einige Ideen reifen bei mir schon“so der umtriebige. mg /Pressebüro MaGö

Leserreporter:

Manfred Görgen aus Bad Münstereifel

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