Sonderausstellung
Wann ist ein Bad ein Bad?
- Viele interessante Ausstellungsstücke haben die Organisatoren für die Jubiläumsausstellung zusammengetragen.
- Foto: AS
Bad Godesberg (as). Noch bis zum 25. Oktober besteht mittwochs bis sonntags zwischen 14 und 18 Uhr die Möglichkeit, im Haus an der Redoute die große Ausstellung „Bad Godesberg 100 – Wann ist ein Bad ein Bad?“ anlässlich des Jubiläums 100 Jahre „Bad“ Godesberg zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg hat zur Ausstellung ein informatives Begleitheft herausgegeben und organisiert zudem mehrere Vortragsveranstaltungen. Der Eintritt ist jeweils frei. Bereits zur Ausstellungseröffnung kamen viele Besucherinnen und Besucher. Auch die bisherigen Vorträge, unter anderem zur Geschichte des Wassers und zum Kurbetrieb der 1920er-Jahre, stießen auf großes Interesse.
Seit 1926 darf die damalige Gemeinde Godesberg die Bezeichnung „Bad“ tragen. Damals wurde ihr die Verwendung durch Preußen staatlicherseits erlaubt. Bedeutend war die Geschichte des Bades jedoch bereits in der kurfürstlichen Zeit, weshalb diese Epoche in der Ausstellung ebenfalls viel Beachtung findet.
Gezeigt werden Notgeldscheine aus der Zeit um 1920, kleine Führer zu Bad Godesberg und eine Liste prominenter Kurgäste, bei der es sich um eine Abschrift aus den Akten des Bonner Stadtarchivs handelt. Hinzu kommen alte Wasserflaschen, ein Schriftzug zum Mineralbad, Ansichtskarten sowie zahlreiche Bilder und Stiche. Auf dem Rundgang durch die Ausstellungsräume erfahren die Besucher viel über das Godesberger Wasser sowie über die Kur- und Badestadt. Kurkonzerte fanden in früheren Jahrzehnten im Stadtpark statt.
Die Organisatoren der Ausstellung gehen außerdem auf Sanatorien und eine Kinderheilanstalt sowie auf die Heilanstalten Godeshöhe, das vegetarische Kurhaus Garschagen und den Godesberger Hof ein. Berücksichtigt wird auch das Haus Miramonti an der Deutschherrenstraße, in dem „Alle Arten Bäder und Wasseranwendungen, Massagen und Gymnastik, Luft- und Sonnenbadanlagen, Lichtbehandlungen und Elektrotherapie“ angeboten wurden.
Historische Reiseführer und Werbung für den Kur- und Badeort stehen in einem weiteren Teil der Ausstellung im Mittelpunkt. Die Alte Apotheke Bad Godesberg stellte aus ihrem Fundus historische Medikamente und Briefchen als Verabreichungsform sowie eine Waage für Morphium zur Verfügung.
Etliche Relikte vergangener Zeiten, darunter historische Wasserflaschen des Draitschbrunnens und die dazugehörigen Etiketten, wurden aus Privathaushalten für die Ausstellung bereitgestellt. Ein Badeglas, ein Wasserglas und eine Godesberger Wasserflasche mit dem Stempel „RHEINPREUSSEN“ sind ebenso zu sehen wie das alte Ortsschild „Bad Godesberg“.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |