Wipperfürther Wasserwelt
Wupperufer erlebbar machen
- Pausieren und entspannen am Wupperufer in Wipperfürth.
- Foto: Foto/Visualisierung: pbr freiraum GmbH, Hannover
Wipperfürth. Beim Wettbewerb „Auf zu neuen Ufern – Erlebbarkeit des Wupperufers“ stehen die Preisträger fest.
Gesucht waren Konzepte, die die Wupper als prägendes Element der Wipperfürther Innenstadt integrieren und als Ort der Begegnung, Erholung und Bewegung für Menschen aller Generationen erlebbar machen.
Im Mittelpunkt der Vorgaben standen attraktive Aufenthaltsräume am Wasser, neue Zugänge zur Wupper sowie eine neue Fuß- und Radwegebrücke, die künftig die Verbindung zwischen Altstadt und Wupper stärken soll. Bei der Gestaltung des Freiraums waren Maßnahmen zur Klimaanpassung und ökologischen Aufwertung – etwa durch Begrünung, Entsiegelung, naturnahe Ufergestaltung und die Berücksichtigung des Hochwasserschutzes – Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe.
Über die 13 eingereichten Wettbewerbsarbeiten hat ein fachübergreifend besetztes Preisgericht unter Vorsitz des Land-
schaftsarchitekten Thomas Dietrich entschieden. Im Fach- und Sachpreisgericht kamen Kompetenzen aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung ebenso zusammen wie die Erfahrungen und Perspektiven von Stadtverwaltung und Kommunalpolitik.
Die Mitglieder des Preisgerichts hoben die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten sowie das insgesamt anspruchsvolle Wettbewerbsniveau hervor. Die unterschiedlichen Lösungsansätze zeigten das Potenzial des Wupperufers und lieferten wertvolle Impulse für dessen zukünftige Entwicklung.
Entscheidung
Das Preisgericht hat folgende Auszeichnungen vergeben:
1. Preis: pbr freiraum (Hannover) gemeinsam mit Drewes + Speth (Hannover)
2. Preis: Pola Landschaftsarchitekten (Berlin) gemeinsam mit DKFS (Aachen) und knippershelbig (Stuttgart)
3. Preis: Planorama (Berlin) gemeinsam mit Doser Kempen Krause Ingenieure (Aachen)
Es wurden zwei Anerkennungen vergeben an: A24 Landschaft (Berlin) gemeinsam mit Sterling Presser Architects & Engineers (Berlin); lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner (München) gemeinsam mit Mayr Ludescher Partner (München).
Siegerentwurf
Die Begründung des Preisgerichts für den Siegerentwurf:
„Die Arbeit entwickelt einen insgesamt atmosphärischen und in wesentlichen Teilen überzeugenden Beitrag zur stadträumlichen Neuordnung. Besonders das ‚Wupperfenster‘ wird als prägnante und qualitätvolle Idee gewürdigt, die eine hohe räumliche Qualität entfaltet, die Beziehung zum Wasser stärkt und dem Ort eine eigenständige Identität verleiht. Die Brücke ist als zurückhaltendes, schlankes und grundsolides Bauwerk konzipiert. Sie drängt sich im Stadtraum nicht in den Vordergrund, nimmt nur wenig Raum ein und überzeugt zugleich durch eine angemessene gestalterische Raffinesse.“
„Ich freue mich sehr über das Ergebnis des Wettbewerbs. Die große Einigkeit des Preisgerichts zeigt, dass mit dem Siegerentwurf eine überzeugende Grundlage für die weitere Planung gefunden wurde. Mit diesem wichtigen Schritt kommen wir unserem Ziel näher, die Wupper als lebendigen Ort der Begegnung, der Erholung und des Miteinanders für alle Generationen weiterzuentwickeln“, sagte die Wipperfürther Bürgermeisterin Anne Loth.
Mit dem Wettbewerb ist ein wichtiger Grundstein für die weitere Entwicklung des REGIONALE-Projekts gelegt. Auf Grundlage des Siegerentwurfs werden nun die nächsten Schritte vorbereitet und die Voraussetzungen geschaffen, um die Planungen in der nächsten Projektphase weiterzuführen.
Nach den Sommerferien findet die offizielle Preisverleihung statt, bei der die ausgezeichneten Entwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Anschließend können sämtliche Wettbewerbsarbeiten im Rahmen einer zweiwöchigen Ausstellung sowohl vor Ort als auch online besichtigt werden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |