Windecker Musikvereinigung
Gemeinsam im Takt der Musik
- Flashmob im Festzelt mit befreundeten Bläservereinen.
- Foto: Sylvia Schmidt
Rossel. „Bläser, Beats, Beisammensein“, damit feierte die Windecker Musikvereinigung, WMV, ausgelassen ihr 75-jähriges Bestehen rund um die Bürgerscheune in Rossel. Für alle Generationen wurde drei Tage lang Programm geboten.
Den Auftakt machte mit Deutsch-Rock die RSW-Band im Festzelt. Am nächsten Morgen mussten die Mitglieder aber fit sein, denn im Nachbarort Wilberhofen wurde ein Festgottesdienst gehalten mit anschließendem Festumzug zum Festplatz. Die Formation „Win-Brass“ machte hier unter Leitung von Hans-Peter Knoop gehörig Dampf. Diese Zeit nutzten die befreundeten Bläserensembles, um sich für den Flashmob zu stärken. Das Siegtaler Bläsercorps und die Blaskapelle Leuscheid arbeiten ohnehin seit einigen Jahren dauerhaft miteinander. Die Eitorfer Oikumena Brass und die Siegburger Musikanten komplettierten die Mega-Bläserformation. Gespielt wurden unter der Leitung von Dirigent Gunnar Fischer Einlagen von Marsch, Polka über Film- bis hin zur Popmusik. Auch der Nachwuchs kam zum Zuge, der von und für alle drei Windecker Blasorchester ausgebildet wird.
Etwa dreißig Jugendliche aus Wilberhofen, Rossel und Hoppengarten waren es nämlich auch im Sommer 1947 gewesen, die beschlossen hatten einen Knabenchor zu gründen. Unter der musikalischen Leitung von Günter Bollig war bald eine stattliche Sängergemeinschaft herangewachsen. Allerdings ließ der Stimmbruch nicht lange auf sich warten. Bereits 1950 wurde dafür eine kluge Lösung präsentiert. Die jungen Herren erhielten Blasinstrument, der Dattenfelder Kapellmeister Albert Knote übernahm die musikalische Ausbildung.
Der Knabenchor „St. Michael“ hieß nun Musikvereinigung „St. Michael“. Entscheidend prägte ab 1953 Willi Bödefeld als Militärmusiker und -kapellmeister die Entwicklung des Vereins. Nach der kommunalen Neuordnung der Gemeinde Windeck gab sich der Verein im Jahre 1975 den neuen Namen „Windecker-Musik-Vereinigung“.
Bläser, Beats und Beisammensein hatte der Verein mit Bedacht als Motto gewählt, denn heute versteht er sich als Brücke zwischen Tradition und Moderne, zwischen Jung und Alt, steht für musikalischen Gemeinschaftsgeist, Nachwuchsförderung, kulturelles Engagement in der Region und als Ort des kulturellen Austauschs. Am letzten Tag wurde vor einer Spaßolympiade nochmal kraftvoll zum Frühschoppen aufgespielt.
Die Proben finden regelmäßig donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Aula des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen statt. Interessierte sind willkommen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Sylvia Schmidt aus Windeck |