Katastrophenalarm ausgelöst
Wesseling säuft ab!

Der Mann schwimmt zu seinem Auto in der Unterführung am Kronenweg. Zeugen, die auf der kleinen Fußgängerbrücke standen, zufolge, sei die Straße schon abgesperrt gewesen, der Mann sei trotzdem weiter gefahren.
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  • Der Mann schwimmt zu seinem Auto in der Unterführung am Kronenweg. Zeugen, die auf der kleinen Fußgängerbrücke standen, zufolge, sei die Straße schon abgesperrt gewesen, der Mann sei trotzdem weiter gefahren.
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Wesseling - Plötzlich steigt der Mann über das Geländer der Unterführung am
Kronenweg und schwimmt zu seinem Auto. Man kann gerade noch das Dach
sehen, der Rest - alles unter Wasser. Am Kreisel am Mühlenweg hat es
ebenfalls einen Wagen erwischt, bis zu den leuchtenden Blinkern reicht
die braune Suppe.

Wer heute mit dem Auto durch Wesseling wollte und aktuell noch will,
braucht starke Nerven, denn der Starkregen lässt die Stadt am Rhein
im wahrsten Sinne des Wortes absaufen.

Hektisch versuchen Autofahrer nach Hause zu kommen, fahren durch tiefe
Pfützen, sind unsicher oder preschen durch die Fluten. Dazu kommen
zahlreiche vollgelaufene Keller.

Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt sind im Dauereinsatz und seit 18
Uhr tagt der Krisenstab für außergewöhnliche Ereignisse im
Rheinforum.

Heute Nachmittag um 16 Uhr wurde die KKS (Kommunale
Koordinierungsstelle = Krisenleitstelle der Feuerwehr) hochgefahren.

Seit 19 Uhr fährt die Linie 16 die Haltestelle Wesseling-Mitte nicht
mehr an. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, an
Wesseling-Nord, Wesseling-Süd und Urfeld auszusteigen. Die
Fußgängerunterführung in Wesseling-Mitte ist vollgelaufen. Der
Strom muss dort abgestellt werden.

Stadt und Feuerwehr bitten die Bürgerinnen und Bürger Zuhause zu
bleiben und vor allem nicht in die Stadt hineinzufahren.

Zum einen ist kein Durchkommen, weil fast alle Unterführungen
vollgelaufen sind. Zum anderen sind die Einsatzkräfte auf freie
Straßen angewiesen.

Die hauptamtliche Feuerwehr und alle Löschzügen der Freiwilligen
Feuerwehr sind unterstützt vom THW im Dauereinsatz.

Überörtliche Hilfe ist angefordert.

Die Rettung von Mensch und Tier gehen vor. Stadt und Feuerwehr bitten
daher dringend darum, dass der Notruf nicht für Keller, die
vollzulaufen drohen, zu nutzen, sondern sich zunächst selbst zu
helfen, so lange es geht.

Dabei sollen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht in Gefahr
bringen, wenn die Wasserhöhe steigt, lassen sich Kellertüren nicht
mehr öffnen.

Der Dikopsbach ist über die Ufer getreten. Das Wasser wird ins
Regenüberlaufbecken umgeleitet.

Auf der Konrad-Adenauer-Straße gab es um 19.30 Uhr einen Unfall mit
zwei PKW. Vier leicht verletzte Personen.

Im gesamten Stadtgebiet laufen Keller voll.
 

Der Mann schwimmt zu seinem Auto in der Unterführung am Kronenweg. Zeugen, die auf der kleinen Fußgängerbrücke standen, zufolge, sei die Straße schon abgesperrt gewesen, der Mann sei trotzdem weiter gefahren.
Am Kreisel am Mühlenweg hat es dieses Auto nicht mehr rechtzeitig aus den Fluten geschafft.
Redakteur:

Montserrat Micaela Manke

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