Neue Elternbeiträge ab August
Höchstverdiener zahlen deutlich mehr

Wesseling führt neue Spitzenstufen für OGS und Kita ein - Familien mit mehr als 100.000 Euro Jahreseinkommen müssen ab 1. August deutlich tiefer in die Tasche greifen. | Foto:  Foto: Montserrat Manke/ki-generiert mit Copilot
  • Wesseling führt neue Spitzenstufen für OGS und Kita ein - Familien mit mehr als 100.000 Euro Jahreseinkommen müssen ab 1. August deutlich tiefer in die Tasche greifen.
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Die Rheinstadt erhöht die Elternbeiträge für OGS, Kita und Kindertagespflege. Vor allem für höhere Einkommen greifen zum 1. August Beitragsstufen.

Wesseling. Nach Grundsteuer und Hundesteuer trifft die nächste Sparmaßnahme der Stadt jetzt Familien. Zum 1. August steigen die Elternbeiträge für OGS, Kita und Kindertagespflege. Die Änderungen sind bereits vom Rat beschlossen. Als Gründe nennt die Stadt die schwierige Haushaltslage und notwendige Konsolidierungsmaßnahmen.

Wer allerdings glaubt, alle Eltern müssten künftig massiv mehr zahlen, liegt nur teilweise richtig. Die größte Änderung betrifft neue Einkommensstufen für Familien mit höheren Einkommen. Bisher endeten die Tabellen bei einem Jahreseinkommen von mehr als 77.500 Euro. Diese bisherige Höchststufe wird künftig bis 80.000 Euro fortgeführt. Darüber hinaus führt die Stadt neue Stufen bis 90.000 Euro, bis 100.000 Euro und über 100.000 Euro ein. Außerdem werden die Einkommensgrenzen neu geordnet: Statt in Abständen von 12.500 Euro wird künftig in 10.000-Euro-Schritten gerechnet.

Bei der OGS steigt der bisherige Höchstbeitrag von 150 Euro auf zunächst 160 Euro für Einkommen bis 80.000 Euro. Die eigentliche Belastung kommt erst in den neuen oberen Stufen. Wer mehr als 100.000 Euro verdient, zahlt künftig 235 Euro im Monat. Das sind 85 Euro oder 56,7 Prozent mehr als bisher.
Ähnlich sieht es bei den Kita-Beiträgen aus. Bei einem 45-Stunden-Platz für Kinder unter drei Jahren bleibt der bisherige Höchstbeitrag von 580 Euro zunächst erhalten. Für Einkommen über 100.000 Euro steigt der Monatsbeitrag jedoch auf 820 Euro. Das sind 240 Euro beziehungsweise 41,4 Prozent mehr. Bei Kindern über drei Jahren erhöht sich der Beitrag für einen 45-Stunden-Platz von bisher 403 auf 643 Euro. Das entspricht einem Plus von 59,6 Prozent.

Gleichzeitig hebt die Stadt die Einkommensgrenze an, bis zu der keine Beiträge gezahlt werden müssen. Künftig bleiben Familien bis 30.000 Euro Jahreseinkommen beitragsfrei, bisher lag die Grenze bei 27.500 Euro. Laut Pressemitteilung sollen Familien mit geringeren Einkommen dadurch entlastet werden.

„Die Anpassung der Elternbeiträge ist uns nicht leichtgefallen“, wird Sozialdezernent Matthias Neeser in der Pressemitteilung der Stadt zitiert. Die Verwaltung verweist auf die angespannte Haushaltslage und bezeichnet die Beitragserhöhung als notwendige Konsolidierungsmaßnahme.

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Redakteur/in:

Montserrat Micaela Manke

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