RheinKlang 669 mit GreenShoe
Ein Abend voller Musik, Humor und Nostalgie
- Das 75. RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert mit GreenShoe aus Bonn.
- Foto: Anita Brandtstäter
- hochgeladen von Anita Brandtstäter
Wesseling. Am Freitag war dann endlich - nach einer Verschiebung aufgrund eines Trauerfalls - das 75. Wohnzimmerkonzert von RheinKlang 669 in Mines Spatzentreff – und es wurde passend gefeiert, nämlich mit dem Bonner Duo GreenShoe. Roy Grunewald (Gesang, Gitarre) und Thomas Schumacher (Cajón; Backing Vocals) sind längst keine Unbekannten mehr in Wesseling: Nach ihrem Debüt bei einem Wohnzimmerkonzert 2019 waren sie bei den Wesselinger Lichtern 2020, beim Benefizkonzert des THC Kronenbusch 2021, bei der RheinKlang 669 Kneipennacht 2022, beim RheinKlang 669 Musikfestival 2024 und nun erneut im gemütlichen Café/Bistro am Rhein zu Gast. Zwar war es nicht ganz so voll wie bei ihrem ersten Auftritt – was sicher auch an zwei weiteren Konzerten am gleichen Abend in Wesseling lag – doch die Stimmung war von Anfang an herzlich, entspannt und voller Vorfreude.
Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ nahmen GreenShoe ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch fünf Jahrzehnte Pop- und Rockgeschichte. Mit Charme, Witz und viel Spielfreude präsentierten sie ein Programm, das keine Wünsche offenließ: Von Sportfreunde Stiller über Jason Mraz, Milow, Udo Jürgens und Reinhard Mey bis hin zu The Beatles, Oasis oder Die Ärzte war alles dabei. Klassiker zum Mitsingen wie "Country Roads" oder "Is This the Way to Amarillo" wechselten sich ab mit nachdenklichen Balladen wie "Junimond" von Rio Reiser oder "I Won’t Give Up" von Jason Mraz. Die Setlist umfasste mehr als 30 Songs – eine beeindruckende Bandbreite! Ob Rock, Pop, Folk oder Schlager: Alles bekam den unverwechselbaren GreenShoe-Sound – getragen von Roy Grunewalds markanter Stimme, seinem Gitarrenspiel und Thomas Schumachers rhythmischer Energie am Cajón.
Ein besonderes Markenzeichen von GreenShoe ist ein Repertoire auch mit humorvollen Songs: So überraschten sie etwa mit augenzwinkernder Song-Comedy von Mike Krügers "Immer wieder sonntags". Und Udo Jürgens Top-Hit "Griechischer Wein" gab es gleich zweimal im Programm, nämlich auch in der Persiflage auf den deutschen Büroalltag von Die Feisten: "Kriech nich da rein". Und nach "The Boxer" von Simon & Garfunkel aus dem Jahre 1970 - mit Mitsing-Text "Lei-la-lei" - überraschten sie mit dem plattdeutschen "Der Boxer" von Torfrock. Roy Grunewald outete sich in seiner launigen Moderation selbstironisch als "Fischkopp", also als jemand, der an der deutschen Küste geboren und aufgewachsen ist. Die Idee der norddeutschen Band Torfrock war es in den 1970-er Jahren, Klassiker der Rockmusik plattdeutsch zu interpretieren, aber auch, sich dem regionalen Humor zu widmen. Geschichten, die das Leben schrieb, sind im Lied "Der Boxer" = "Hau mir doch bitte nicht mehr auf die Lippe" von 1978/79 verarbeitet - sogar zum Mitsingen.
Gerade diese Mischung aus ernsthaften, emotionalen Liedern und humorvollen Einlagen machte den Abend einzigartig. Zum Abschluss erklangen gleich mehrere Evergreens: Mit "Gute Nacht, Freunde" von Reinhard Mey und "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" von Hans Albers verabschiedeten sich die beiden von ihrem begeisterten Publikum. Es war ein Abend voller Musik, Nostalgie, Mitsing-Momente – und ganz viel guter Laune. Mandy Ansey vom Organisationsteam begrüßte die Gäste, berichtete über die ehrenamtliche Arbeit von RheinKlang 669 und lud auch zu den nächsten Konzerten ein – am 19. September mit dem Singer-Songwriter Marco Wrobel und am 26. September mit der Brühler Folkband Celtic Fire. Wie immer ist der Eintritt frei, stattdessen geht der Hut herum.
LeserReporter/in:Anita Brandtstäter aus Köln |
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