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Poetischer Frühling zum Internationalen Frauentag
Akustik-Duo Liederin begeistert im ersten Open-Air-Konzert des Jahres in Mines Spatzentreff

Das Akustik-Duo Liederin aus Bremen eröffnete die Open-Air-Saison in Mines Spatzentreff mit einem Konzert zum Internationalen Frauentag.  | Foto: Anita Brandtstäter
  • Das Akustik-Duo Liederin aus Bremen eröffnete die Open-Air-Saison in Mines Spatzentreff mit einem Konzert zum Internationalen Frauentag.
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Wesseling. Ein Hauch von Frühling, strahlender Sonnenschein und poetische Musik: Besser hätte der Internationale Frauentag kaum gefeiert werden können. Am Sonntagmittag gastierte das Bremer Akustik-Duo Liederin in Mines Spatzentreff am Rhein – und verwandelte den „Spatzengarten“ in eine kleine Konzertbühne.

Es war zugleich das erste Open-Air-Konzert des Jahres an diesem beliebten Treffpunkt. Café-Inhaberin Mine Murzoglu hatte die Sonnenschirme noch gar nicht herausgestellt. Bei rund 20 Grad und strahlender Sonne blieben auch die auf den Stühlen bereitliegenden Decken ungenutzt, stattdessen genossen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die warme Frühlingsluft und die besondere Atmosphäre dieses Mittagskonzerts. Dass so viele Zuhörende gekommen waren, lag nicht zuletzt an der großen Resonanz der Medien auf die Ankündigung. Außerdem hatte die Stadt Wesseling dieses Konzert in das Programm der 3. Wesselinger Frauenwoche aufgenommen hatte.  

Für Anna Ribeau (Gesang, Gitarre) und Robert Ribeau (Leadgitarre, Backing Vocals, Percussion) war Wesseling eine Station auf ihrer „frühen Frühlingstour“. Nach Auftritten am Freitag in Bielefeld und am Samstag im Saarland standen am Sonntag sogar zwei Konzerte auf dem Programm: zunächst in Wesseling, später am Abend noch in der Baccumer Mühle in Lingen. Doch trotz dieses ambitionierten Plans war den beiden die Spielfreude anzumerken – und sie fühlten sich sichtlich wohl an der idyllischen Location bei schönem Wetter. Gefreut haben sie sich auch über einige bekannte Gesichter  im Publikum - die Empfehlung zu diesem Konzert kam nämlich aus dem Kundenkreis des Café/Bistro am Rhein.

Das Duo beschreibt seine Musik selbst als „psychedelic Chanson“. Tatsächlich entstand an diesem Mittag eine ganz eigene Klangwelt zwischen Chanson, Folk und einem Hauch Flowerpower. Anna Ribeaus warme, ausdrucksstarke Stimme trug die poetischen Texte mit großer Intensität, während Robert Ribeau mit seinem differenzierten Gitarrenspiel sowohl Melodien als auch Rhythmus gestaltete. In den meisten Stücken griff auch Anna selbst zur Rhythmusgitarre, wodurch der akustische Sound eine besondere Lebendigkeit erhielt.

Alle Songs des Programms stammen aus eigener Feder und wurden überwiegend auf Deutsch gesungen. Eine Ausnahme bildete das „Into The Night“, das Deutsch und Englisch miteinander verband, während „In The Garden“ komplett englisch erklang. Das abwechslungsreiche Programm führte durch ganz unterschiedliche Stimmungen – mal ruhig und nachdenklich, mal beschwingt und mitreißend. Gleich zu Beginn stimmte „So weit, so gut“ das Publikum ein, besonders gut kam der „Schattentanz“ an. Es folgten Titel wie „Dein Tag“, „An der Zeit vorbei“. Mit „Herz im Feuer“,  und dem augenzwinkernden „Flowerpower“ nahm das Konzert immer wieder neue musikalische Farben an, bevor „So im Allgemeinen“ einen stimmungsvollen Abschluss bildete. Auf die Zugabenrufe nach einer Dreiviertelstunde Musik waren die beiden selbstverständlich eingerichtet und sie beendeten das Konzert mit den schönen Liedern: „Blumen verwolken“ und „Sternenstaub“, letzteres ist ganz neu im Repertoire. 

Für die Künstlerin ist es ein persönliches Anliegen, die eigene Stimme zu erheben: Viele Frauen in der Welt hätten diese Freiheit nicht. Ihre Lieder in die Welt zu tragen, sei deshalb für sie eine Herzensangelegenheit. Das Publikum ließ sich gerne auf diese Mischung aus Musik, Poesie und Frühlingsstimmung ein. Immer wieder gab es aufmerksame Stille während der leisen Passagen – und herzlichen Applaus nach den Songs. Das war ein poetischer Auftakt in den Frühling, ein musikalisches Zeichen zum Internationalen Frauentag und ein rundum gelungener Start in die Open-Air-Saison von Mines Spatzentreff.

LeserReporter/in:

Anita Brandtstäter aus Köln

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