700 Gäste, sechs Acts und Lichter-Stimmung
8. Wesselinger Lichter von RheinKlang 669
- Französischer Zauber mit dem Kölner Duo toi et moi.
- Foto: Anita Brandtstäter
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Wesseling. 700 Gäste, sechs Acts, ein Abend voller Highlights an der mit Kerzenlaternen und Lichtertüten illuminierten Rheintreppe: Die 8. Wesselinger Lichter, organisiert vom Kulturverein RheinKlang 669, boten Tanz, Songs, Chansons, Samba-Rhythmen, Wunschkonzert-Momente und ein rockiges Finale. Ein großes Dankeschön gilt allen Musikerinnen, Musikern und Helfenden, die die Rheintreppe "zum Leuchten brachten".
Ein mitreißender Auftakt: Jamaa Dance Studio
Den Anfang machte das Jamaa Dance Studio um Gründerin und Trainerin Luna Dehenn – und schon die erste Darbietung riss die Gäste mit. Die kleinen und großen Tänzerinnen zeigten ein facettenreiches Programm, das von HipHop über Dancehall und Whaacking bis hin zu Contemporary und Commercial reichte. Ob die Jamaa Kidz mit kindlicher Frische, die dynamischen Jugendlichen Jamaa Eight oder die ausdrucksstarken Solisten der Jamaa Dance Company: alle Gruppen überzeugten durch Präzision, Leidenschaft und Bühnenpräsenz. Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus, und schnell war klar: Dieses Debüt bei den Lichtern war ein Erfolg - und soll im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden.
Newcomer Timo Sondermann
Als zweiter Act trat der junge Musiker Timo Sondermann auf – nur mit Gitarre, Stimme und Baseballcap ausgestattet. Für ihn war es erst der zweite Solo-Auftritt vor großem Publikum, doch davon war wenig zu spüren: Mit klarer Stimme, sicherem Gitarrenspiel und einem charmanten Auftreten überzeugte er vom ersten Ton an. Neben eigenen deutschsprachigen Songs brachte er gefühlvolle Cover von Ben Howard, Loyle Carner, Philip Poisel oder Ziggy Alberts zu Gehör. Eine lautstarke Fangruppe hatte ihn nach Wesseling begleitet. Mit Jubel, Applaus und viel Begeisterung sorgten sie für Rückenwind beim Auftritt, Mit seiner natürlichen Ausstrahlung empfahl sich Timo Sondermann für weitere Auftritte.
Wunschkonzert mit Herz: Nina Anders
Als nächstes übernahm die Brühler Musikerin Nina Anders die "Bühne" im Pavillon – und sie machte ihr Publikum zu Mitgestaltern mit einem Wunschkonzert mit Chart-Hits aus fünf Jahrzehnten. Die Gäste konnten spontan Titel nennen, die Nina Anders direkt mit E-Piano-Begleitung interpretierte. So entstand eine bunte Mischung aus internationalen Hits wie „Sunday Morning“ von Maroon 5 oder „Hey Jude“ von den Beatles und deutschen Klassikern wie „1000 und eine Nacht“ von Klaus Lage oder „Et jitt kein Wood“ von Cat Ballou. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, der Nähe zum Publikum und spürbarer Freude am Musizieren schuf sie ein besonderes Erlebnis. Höhepunkt war die gemeinsame Entscheidung des Publikums für den kölschen Kulttitel „In unserem Veedel“ der Bläck Fööss, der am Rhein stimmungsvoll gemeinsam gesungen wurde.
Französischer Zauber: toi et moi
Ein echtes Glanzlicht setzten anschließend toi et moi, das professionelle Kölner Duo aus Julia Klomfaß und Raphaël Hansen. Ihre französischsprachigen Chansons verströmten Charme, Poesie und eine Prise Groove. Raphaël führte mit Gitarre und Bass Drum durch den Abend, während Julia mit Akkordeon, Gitarre, Mandoline und sogar einer singenden Säge faszinierende Klangfarben einbrachte. Ihre Lieder, darunter Stücke aus dem ihrem sechten Studioalbum „mon armoire“, begeisterten durch Authentizität und Spielfreude. Ob Julias swingender Woyzeck-Song „Marie“ oder die augenzwinkernde Köln-Hymne „Cologne, mon amour“ – die Gäste ließen sich verzaubern, sangen mit und genossen diesen musikalischen Abstecher nach Frankreich. Das Organisationsteam von RheinKlang 669 zeigte sich hoch erfreut, diesen etablierten Top-Act wieder nach Wesseling geholt zu haben. Schon 2015 hatten „toi et moi“ an gleicher Stelle das Publikum begeistert – nun sorgten sie erneut für französischen Zauber am Rhein.
Trommelnde Energie: RheinSamba
Dieses Mal im Dunkeln - brachte RheinSamba nicht nur Rhythmen, sondern auch Licht in die Nacht. Einige Trommeln der Samba-Percussion-Gruppe waren mit lila LED-Ketten geschmückt. Unter Leitung von Danilo Derigs - er wurde von einem Scheinwerfer angestrahlt, damit alle seine Kommandos sehen konnten - spielten die Musikerinnen und Musiker voller Energie und Humor. Dabei trommelten die Mitlieder nicht nur Rhythmen, sondern zeichneten auch mit den Armen und Schlegeln Figuren in die Luft – ein optisches wie musikalisches Element, denn damit wurde der Sound differenzierter und dynamischer. Und sie animierten das Publikum zum Mitwippen und Strahlen. RheinSamba, schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Wesselinger Lichter, übertrug wieder Glücksgefühle.
Furioses Finale: Icon 5
Zum Abschluss hieß es noch einmal: Full Power! Die Rock-Coverband Icon 5 aus Köln-Bonn und Umgebung brachte die Rheintreppe ab 22:30 Uhr zum Beben. Trotz später Stunde feierten noch viele Gäste begeistert mit. Sänger Florian Kürrer, die Gitarristen Christoph Scherbaum und Axel Vogel, Bassist Rüdiger Weber sowie an diesem Abend Ersatzdrummer Helge Hecht präsentierten ein packendes Programm mit Rock- und Pop-Hits aus vier Jahrzehnten. Von „Boys Of Summer“ und „Are You Gonna Go My Way“ über deutsche Hymnen wie „Schrei nach Liebe“, „Skandal im Sperrbezirk“ und „Westerland“ bis zu Klassikern wie „Sweet Child O’ Mine“, „Whiskey In The Jar“ und „Heroes“ – Icon 5 rissen das Publikum mit. Überraschungen wie „Mamma Mia“, „The Time of My Life“ oder Hubert Kahs „Sternenhimmel“ sorgten für ausgelassene Mitsing-Momente. Bei „Hey Jude“ und „What’s Up“ wurde die Rheintreppe zu einem Chor, Und spätestens mit dem Billy Idol-Klassiker “Rebel Yell“ und dem finalen “Time To Wonder“ war klar: Dieser Auftritt setzte ein Ausrufezeichen hinter einen ohnehin großartigen Abend.
Die 8. Wesselinger Lichter haben ihrem Namen alle Ehre gemacht – sie brachten Licht, Musik und Freude an den Rhein. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Musikerinnen und Musikern, die „für den Hut“ aufgetreten sind, sowie dem Organisationsteam von RheinKlang 669, das wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und kräftig die Werbetrommel gerührt hat. Gedankt sei auch Henrik Schulze für Sound & Light, der Hennes Old School Army 2013 e.V. für die Leihgabe der Pavillons als Bühne, den Sammlerinnen und Sammlern – allen voran Bürgermeister Ralph Manzke, der zudem die Veranstaltung eröffnete – sowie der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Monika Engels-Welter. Gemeinsam haben alle dazu beigetragen, dass die 8. Wesselinger Lichter zu einem unvergesslichen Erlebnis wurden.
LeserReporter/in:Anita Brandtstäter aus Köln |
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