„Waldbröl lacht" mit Jürgen Beckers
Humor mitten aus dem Leben
- Nach dem Auftritt stellte sich das Team des Fördervereins „Waldbröl erleben“ gemeinsam mit dem Künstler zum Erinnerungsfoto.
- Foto: Förderverein Waldbröl erleben e.V.
Waldbröl (red). Jürgen B. Hausmann alias Jürgen Beckers hat seinen wegen Krankheit und Unfall verschobenen Termin in Waldbröl nachgeholt und das Publikum begeistert. Die in grünen T-Shirts gekleideten Helferinnen und Helfer des Fördervereins „Waldbröl erleben“ ermöglichen ehrenamtlich die Comedy-Reihe „Waldbröl lacht“, und Leo Wehling vom Förderverein wusste in seiner Begrüßung genau, bei wem er sich zu bedanken hatte. Steffen Thomas, ebenfalls vom Förderverein, sorgt bei den Veranstaltungen für Licht und Ton. Die Currywurst hatte das Panarbora-Team zubereitet, und so stand einem gelungenen Abend nichts mehr im Wege.
Jürgen Beckers hatte nach wenigen Minuten den Saal voll auf seiner Seite, man spürte sofort seine ehrliche, authentische Art, die beim Publikum bestens ankam. Dazu gehörte auch der offene Umgang mit seiner Erkrankung: „Für mich gibt es ein Leben davor und danach“, sagte er, und: „Hört auf die Signale des Körpers und reagiert entsprechend, wenn es geht!“
Nach diesem offenen Bekenntnis zu Beginn gab es aber keinen Grund mehr zu Trübsal oder Traurigkeit. Mit seinen präzisen, oft sehr detailgetreuen und urkomischen Beobachtungen mitten aus dem Leben traf er bei den Waldbrölern voll ins Schwarze. Mit seinem unverwechselbaren „Öcher Platt“ – „weil“ wird wie „wail“ gesprochen – und dem swingenden „S“ gibt es immer wieder auch Einblicke in die Klassenzimmer von heute: „Ich konnte meine Hausaufgaben nicht machen, wir hatten kein Internet!“ Oder der Lehrer fordert: „Bilden Sie mal einen Satz mit einwandfrei!“ Antwort: „Wenn ich den Schrank auf die andere Seite setze, hab ich ein‘ Wand frei!“
Erst nach mehreren Zugaben – natürlich nicht ohne die schon legendäre Zahnarzt-Nummer – ließ man den sympathischen Künstler von der Bühne. Ein Versprechen gab es auch noch beim Abschied: Waldbröl darf sich auf ein Wiedersehen freuen!
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |