Ruppichteroth hilft
Ganz Ruppichteroth hilft

Kurz vor der Abfahrt Richtung Polen/Ukraine (v.li.) Uli Berg und Bartosz Swigon (sie haben den ersten Transport durchgeführt), Alina (Freundin von Bartosz) sowie der Speditionsfahrer Viacheslav Gladun.
  • Kurz vor der Abfahrt Richtung Polen/Ukraine (v.li.) Uli Berg und Bartosz Swigon (sie haben den ersten Transport durchgeführt), Alina (Freundin von Bartosz) sowie der Speditionsfahrer Viacheslav Gladun.
  • Foto: Steimel

Ruppichteroth. „Mir stonn all zesamme“ - hinter diesem Slogan steht mehr als eine Gruppe ehrenamtlicher Bürger, dahinter stehen die Vereine der gesamten Gemeinde Ruppichteroth, die Kirchen, die Parteien und auch die Verwaltung. Bereits im letzten Jahr wurde eine Riesenhilfsaktion gestartet und mit einem Benefizkonzert 50.000 Euro erwirtschaftet, die zu 100 Prozent für die Flutopfer im Rhein-Sieg-Kreis gespendet wurden.

Jetzt, mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, ist man erneut aktiv geworden und hat mit einem Spendenaufruf um Hilfe gebeten. Der Ruf wurde erhört, sehr schnell wurde zielgerichtet anhand einer Bedarfsliste gesammelt. Sehr schnell traten auch Spender auf für Kartonagen, Paletten und auch für einen ersten Transport, damit die Sache logistisch einwandfrei abgewickelt werden konnte. Mit einem voll bepackten Sprinter traten Uli Berg und Bartosz Swigon Anfang März ihre Reise nach Polen an, um dann einen Abstecher von gut 20 Kilometer in die Ukraine zu wagen und die Hilfsgüter dort abzugeben - alles ist gut gegangen.

Währenddessen wurde in Oeleroth weiter gesammelt, erfreulich, dass dort Hallenkapazitäten der Familie Abele und der Firma Eierkartons.de kostenfrei zur Verfügung standen. Nach insgesamt 63 Themen wurden die Hilfsgüter sortiert und verpackt, abschließend mit einem Etikett versehen, welches in fünf Sprachen den Inhalt des Paketes aufzeigt. Die Hilfsgüter hatten inzwischen einen Umfang angenommen, der mindestens fünf bis sechs Sprinterfahrten gefordert hätte, ein sehr teures Unterfangen bei den heutigen Spritpreisen und 1.550 Kilometern Entfernung.

So war es erfreulich, dass man über Beziehungen eine ukrainische Spedition gefunden hat, die dann mit einer Fuhre zehn Tonnen Hilfsgüter in einem 15 Meter langen Sattelschlepper aufnehmen konnte. Diese Lieferung geht unmittelbar an die polnische Grenze hin zur Ukraine. Dort steht eine Lagerhalle zur Verfügung, die Verteilung wird vor Ort von Ehrenamtlern gesteuert. Auf einen Schlag war die Halle leer, dennoch kamen laufend neue Lieferungen für einen weiteren Transport in den nächsten Wochen.

Erfreut zeigten sich die Helfer, dass bei den gespendeten Gütern zum Beispiel auch an Vierbeiner gedacht und Tiernahrung gespendet wurde. So wird die Ruppichterother Hilfsorganisation „Mir stonn all zesamme“ weiterhin humanitäre Hilfe leisten und versuchen, die Menschen dort - ob groß ob klein - zu versorgen und die Not ein wenig zu lindern. Nähere Informationen gibt es unter www.mirstonnallzesammen.de.

Redakteur:

Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth

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