Osterfeuer Heischeid
Tradition und Generationentreff
- Acht Meter hoch, zwölf Meter im Durchmesser: Das Heischeider Osterfeuer ist eines der größten im Oberbergischen Kreis.
- Foto: Michael Kupper
Reichshof. Zahlreiche Feuer brannten am Osterwochenende auf den Hügeln im Oberbergischen – viele am Karsamstag, einige aber auch am Ostersonntagabend. In der Gummersbacher Ortschaft Erbland wurde das geplante Brauchtumsfeuer vor der Silberseehalle wegen zu geringem Abstand zum Wald untersagt. In Reichshof-Heischeid etwa hatten die knapp zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Unterstützung von einigen Aktiven an den letzten beiden Wochenenden vor Ostern massenweise Holz aus dem gesamten Brandbezirk der Einheit gesammelt und zum Schutz der Kleintiere flächig auf einer Wiese neben dem Dorf verteilt.
Erst am Samstagmorgen wurde die letztlich knapp acht Meter hohe Pyramide mit einem Durchmesser von rund zwölf Metern aufgeschichtet, um sie am Abend zu entzünden.
Das Feuer - eines der größten in Oberberg - lockte mehrere Hundert Gäste an. Selbst aus Köln war eine Frau angereist. Lena Simon, eine ehemalige Heischeiderin, berichtete, dass es sie nach mehreren Jahren Abwesenheit wieder in die Heimat gezogen hat: „Es ist lange her, aber immer wieder schön, zu Euch auf den Berg zu kommen – hier geht es um die Gemeinschaft.“
Dass die nicht viel kosten muss, zeigten die jungen Feuerwehrleute ebenfalls – seit fünf Jahren sind die Preise konstant niedrig. Thomas Dick, Chef der Nachwuchstruppe, betont: „Wenn eine Familie mit zwei Kindern hierherkommt und für den Abend 100 Euro bezahlen muss, dann stimmt etwas mit dem System nicht - letztlich ist es ein Lagerfeuer auf der Wiese.“
Das Grünland hatte auch den Osterhasen angelockt: Die Jüngsten fanden unzählige Eier hinter Grasbüscheln versteckt.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |
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