Abgesagt
Veilchendienstagszug findet wieder nicht statt

Im April vergangenen Jahres hatte die Zugleitung der KG Ahl Häre voller Optimismus das Motto der Session 2022 „Alle Färve kunterbunt – en Pullem jeiht et widder rund“ mitgeteilt, damit alle Zuginteressierten Ideen für Wagen und Kostüme des nächsten Karnevalszuges entwickeln konnten.

Pulheim (red). Die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie, besonders seit Ende November, und die Vorhersagen in Bezug auf die Omikron-Variante sind so negativ, dass die Zugorganisatoren entschlossen haben, die Notbremse zu betätigen.

Inspiriert durch den Weihnachtslichter-Zug der Landwirte im Dezember hatte die KG Ahl Häre einen Plan B für alle Karnevalsgesellschaften im Festkomitee Pulheimer Karneval entwickelt und einen Karnevals-Lichter-Zug unter dem Arbeitstitel „Zug der Hoffnung“ vorgeschlagen. Dazu hätte die Große Puheimer KG Ahl Häre im zweiten Schritt auch alle Zugteilnehmer angesprochen. Die beleuchteten Wagen aller Art sollten ohne Wagenbesatzungen und Gruppen durch die gesamte Stadt am Abend des Karnevalssamstags fahren. Organisatorisch für den eigentlichen Zug durchaus möglich und auch von offiziellen Stellen positiv gesehen. Allerdings wurde bei der weiteren Planung befürchtet, dass das Geschehen am Straßenrand und das Verhalten der Zuschauer teils unverantwortlich und nicht kontrollierbar gewesen wäre.

Dies lag durchaus im Bereich des Möglichen, da diese Veranstaltung ein Alleinstellungsmerkmal in der Session 2022 gehabt hätte.

Bilder wie vom Zülpicher Platz am 11.11. seien dem Karneval nicht angemessen und die Veranstalter möchten in Pulheim nicht die Verantwortung dafür übernehmen. Daher verzichten sie auch auf die Ausweichvariante und hoffen alle gemeinsam auf bessere Zeiten. „Wir vertrösten Sie und auch uns selber wieder mal auf die nächste Session 2023. Dies ist besonders im Hinblick auf unser Kinderdreigestirn und unser großes Dreigestirn sehr bedauerlich. Denn sie hatten sich, trotz vieler Bedenken, dazu bereit erklärt, die närrische Regentschaft zu übernehmen und den Pullemer Fasteleer generationsübergreifend zu repräsentieren. Doch die Hoffnung stirbt zum Schluss und mit Blick auf die Zukunft sei mit kölschen Sprüchen festgehalten: „et kütt wie et kütt“ un „et hätt noch immer joht jejange“. Wir danken allen, die bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen haben, vielleicht können Sie davon einiges in kommenden Jahren verwenden. Wir wünschen Ihnen von Herzen ein gesundes Jahr 2022 und haben die Hoffnung, dass Sie dem Pullemer Fastelovend verbunden bleiben“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung zur Absage.

Redakteur:

Holger Slomian aus Hürth

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