Pulheimer Bach
Schwarzerlenkrankheit breitet sich weiter aus

Die Pilzkrankheit, die zum Absterben der Erlen führt, zeigt sich durch Nekrosen und so genannte Teerflecken, aus denen die Nährstoffe austreten, statt die Krone zu versorgen.
  • Die Pilzkrankheit, die zum Absterben der Erlen führt, zeigt sich durch Nekrosen und so genannte Teerflecken, aus denen die Nährstoffe austreten, statt die Krone zu versorgen.
  • Foto: Horst Engel

Vor einigen Jahren erst in England beobachtet, breitet sich die Schwarzerlenkrankheit auch hier weiter aus. Ursache ist der Phytophthora-Pilz.

Pulheim (red). Besonders betroffen sind Bestände an kleineren Wasserläufen, so leider auch am Pulheimer Bach.

Im Bereich der Talsperre Sinthern hat deshalb der Bachverband schon 2019 mit der Umstrukturierung begonnen und im so genannten „Wechselhiebverfahren“ schrittweise kranke Schwarzerlen aus dem Bestand auf der Südseite (Dammstraße) herausgenommen.

Als Ersatz wurden auf der Nord- und auf der Südseite Laubbäume gepflanzt – bislang 50 Stück, gefördert durch den Landschaftsverband Rheinland. Weitere Anpflanzungen folgen.

Die Pilzkrankheit, die am Ende zum Absterben der Erlen führt, zeigt sich durch so genannte Nekrosen (zerstörte Rindenflächen)und so genannte Teerflecken, aus denen die Nährstoffe austreten, statt die Krone zu versorgen. Klopft man an diesen Stellen auf die Rinde, klingt es schon hohl. Die Baumkronen zeigen durch abgestorbene Äste bereits den tödlichen Zerfall.

Wenn die Talsperre fertig ist – voraussichtlich 2024, fließt der Pulheimer Bach dann wieder in Tal-Tiefe durch die Wiesenlandschaft, die bei Hochwasser komplett und schadlos überspült werden kann.

Das führt auch dazu, dass die Schwarzerlen, die mit ihren Wurzeln Wasser aus dem „Umleitungsgerinne“ an der Dammstraße saugen, dort kein Wasser mehr finden. „Auch dies ein Grund für die Umstrukturierung“, so Verbandsvorsteher Horst Engel.

Redakteur:

Holger Slomian aus Hürth

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