Poller Pänz setzen Zeichen für Kinderrechte
Bunte Schüleraktion an der GGS, am Marktplatz und am Rhein
- Eine Gruppe von Kindern setzte die Aktion am Poller Marktplatz um.
- Foto: Sissi Stephan
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Tolle Aktion der GGS Poller Hauptstraße! Nur wenige Stunden, nachdem die Feierlichkeiten des Weltkindertags in Köln zu Ende gegangen waren, setzte sie in ihrem Veedel nochmals ein Zeichen. Die klare Botschaft dabei: Jedes Kind ist einmalig, jedes Kind hat Rechte.
von Alexander Büge
Köln. Um das Anliegen im gesamten Veedel deutlich zu machen, wurde die Aktion nicht nur in der Spielstraße vor der GGS, sondern auch auf dem Marktplatz sowie am Rhein durchgeführt. Dabei malten die Pänz zunächst ihre Silhouette auf den Asphalt, ehe sie diese ausfüllen sollten. Und zwar nicht nur mit Farbe, sondern auch in Worten, die ihre Eigenschaften beschreiben sollten. Dadurch wurde schnell offensichtlich: Jedes Kind ist einzigartig.
Gleichzeitig sollte durch die Aktion der GGS-Schüler auf die Rechte von Kindern aufmerksam gemacht werden. Denn: Seit der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 gelten für alle Pänz weltweit zwar Rechte, wie das Recht auf Nichtdiskriminierung, Leben, Entwicklung, Beteiligung und Schutz vor Gewalt. Doch diese Rechte werden international weiterhin viel zu häufig missachtet. „Auch deshalb wird das Thema Kinderrechte bei uns in der Schule groß geschrieben“, sagt GGS-Schulsozialarbeiterin Sissi Stephan. „Bei uns gab es auch in dieser Woche schon Wissenswertes zum Thema Demokratie. In der Schule können sich die Kinder bei uns also schon aktiv beteiligen und sichtbar sein.“
Durch die Aktion am Marktplatz, am Rhein und an der Spielstraße der GGS hätten die Pänz ihr Recht wahrgenommen, einen Platz einzunehmen. „Kinder haben in unserer Gesellschaft das Recht mitzumischen. Sie gehören dazu, mit ihren Bedürfnissen und ihrer Einzigartigkeit. Sie dürfen nicht einfach nur zum Spielplatz geschickt oder in die Schule geschoben werden“, sagt Stephan. „Vielmehr sollen sie mitreden. Und genau das wollten wir durch unsere Aktion deutlich sichtbar machen.“
Den Grundschülern Kinderrechte und Demokratie nahezubringen, sei nicht einfach, aber es lohne sich. „Einige Kinder tun sich noch schwer zu verstehen, was es damit auf sich hat“, sagt Stephan. „Aber sie begreifen schon, dass es etwas damit zu tun hat, dass man als Kind einfach sagen kann, was man möchte und was einen bewegt.“
- Maxim, Tilo, Emily, Mona, Massimo, Liya, Finn, Hannah und Henri (v.l.) hatten am Rhein jede Menge Spaß.
- Foto: Alexander Büge
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Um das Thema auch im Alltag stets präsent zu halten, gebe es darüber hinaus an der GGS Poller Hauptstraße eine sogenannte Kinderrechte-Wand. „Dort gehen die Kinder immer wieder entlang und beschäftigen sich mit dem Thema. Sie merken dadurch beispielsweise auch, dass es sehr wichtig sein kann, Hilfe zu holen und dass das nichts mit Petzen zu tun hat“, erklärt Stephan. „Zudem sagen sie ganz klar: Ich entscheide selbst, wer mich anfasst. Auch Kinder sind nämlich schon sehr deutlich in dem, wo sie ihre persönliche Grenze ziehen.“
Durch das Malen ihrer Silhouette hätten sie nun ganz genau ausgedrückt, wo diese Grenze liegt und dass diese nicht einfach übertreten werden darf, von niemandem, zu keiner Zeit.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |