Fun Sport Anlage zu teuer?
Bedarf wird seit Jahrzehnten gesehen
- Sport macht mit mehreren mehr Freude. Für eine Fun Sport Anlage im Sülztal, die noch mehr Varianten bieten würde, fehlen Grundstück und Geld. Foto/ Archiv: Axel König
- hochgeladen von Angelika Koenig
Overath (kg). Kinder und Jugendliche würden wohl nicht Nein sagen zu einem Platz wie eine Fun Sport Anlage im Sülztal, wenn dieser eingerichtet würde. 90 Prozent der 225 Teilnehmenden einer Befragung aus dem vergangenen Jahr würden sich gern an einem Ort treffen, der überdacht ist und den sie zum Beispiel gut mit Bussen (83 Prozent) erreichen können. Auf knapp dieselbe Bewertung kamen die 8- bis 17-Jährigen bei einem Kiosk oder einen Imbiss in der Nähe sowie Outdoor-Fitnessgeräten und gutem Handyempfang. Das mobile Aufladen rangierte mit Tischtennis auf Platz drei mit mehr als 70 Prozent. Die Angaben stammen aus einer Umfrage, deren Ergebnisse die Stadt im vergangenen November veröffentlichte. Laut Jens Volkmer, Leiter des Jugendamtes, lag die Beteiligung deutlich höher als bei zuvor durchgeführten fachgerechten Bewertungen: 984 Kinder und Jugendliche wurden angeschrieben, rund 23 Prozent nahmen teil.
Die Idee zu einer „Fun Sport Anlage im Sülztal“ und die Befragung gegen auf einen Antrag von CDU, Grünen und FDP zurück, dem der Rat zugestimmt hatte. Im November vergangenen Jahres beschied der Jugendhilfeausschuss (JHA) über das Vorhaben im Kontext fehlender Fördermittel und mangels geeigneter Grundstücke. Es heißt, dass stattdessen kleinere und kurzfristig umsetzbare Verbesserungen an der bestehenden Struktur im Sülztal im Fokus ständen. Konkrete Pläne und Standorte gebe es jedoch noch nicht.
Bei einer Fun Sport Anlage geht es in der Regel um ein Areal mit modernen spielerischen Sportarten und Aktivitäten, bei denen Spaß und Gemeinschaftserlebnisse im Vordergrund stehen. Das können Soccer-Billard, Fußball-Dart, Minigolf oder Trendsportarten sein, die mehr auf Fun als auf Wettkampf abzielen.
Die Fraktion der Grünen kritisiert das Ergebnis aus dem JHA. Sprecherin Anke Bliedtner meint: „Trotz dringenden Bedarfs und klarer Forderungen aus der durchgeführten Kinder- und Jugendbeteiligung blockieren Verwaltung und Teile des JHA konkrete Umsetzungsschritte.“ Der Bedarf für eine Fun Sport Anlage im Sülztal sei seit Jahrzehnten bekannt, so die Grünen. Die Stadt ist hingegen betont, es konnten weder geeignete städtische Flächen noch tragfähige Förder- oder Finanzierungsmöglichkeiten identifiziert werden. Die ermittelten Bedarfe aus der Befragung nehme man „ernst“, es müssten jedoch „strukturelle und finanzielle Bedingungen“ beachtet werden. Nun wolle man schrittweise Verbesserungen für Kinder und Jugendliche im Sülztal erreichen, dabei „kleinteiligere Maßnahmen“ ermöglichen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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