"Grünes Kreuz" soll Wärmeinseln kühlen
Kaltluftschneisen sorgen für mehr Luft

Stehen im sogenannten „Birkenwäldchen“ (von links): Bahnstadt-Chefin Vera Rottes, Umweltdezernent Alexander Lünenbach und Klimaschutzmanagerin Eva Lüthen-Broens.
  • Stehen im sogenannten „Birkenwäldchen“ (von links): Bahnstadt-Chefin Vera Rottes, Umweltdezernent Alexander Lünenbach und Klimaschutzmanagerin Eva Lüthen-Broens.
  • Foto: Ursula Willumat
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Leverkusen(UW) - Es ist hinreichend bekannt, dass in der Neuen Bahnstadt Opladen
sogenannte „Hitzeinseln“ vorhanden sind. An Sommertagen erwärmt
sich hier die Luft sehr stark. Es wurden bereits seit Beginn der
Arbeiten grüne Flächen mit ökologischem Wert angelegt. Zentrales
Qualitätsmerkmal für die Entwicklung der Neuen Bahnstadt ist das
„Grüne Kreuz“, ein Stadtteilpark, der für das Areal im Osten der
Bahnstadt eine grüne Mitte mit zwei Freiluftschneisen bildet. Die
sieben Hektar große Grünanlage entspricht damit der grundsätzlichen
Forderung nach mehr innerstädtischem Grün, die in aktuellen
Klimaschutzkonzepten aufgestellt wird.

Mit dem Abbruch von mittlerweile 14 Gebäudekomplexen des alten
Ausbesserungswerkes wurde die Versiegelung von Flächen, die eine
Hauptursache von Wärmeinseln ist, deutlich reduziert. Der alte
Baumbestand wurde zu großen Teilen erhalten und durch 230 neue
Bäume, verteilt über die ganze Fläche, ergänzt. Dabei bekamen vor
allem klimaresistente Arten, sogenannte Klimabäume, den Vorzug. Alles
in allem kühlt das Grüne Kreuz durch die Nord-Süd-Ost-Ausrichtung
als natürliche Frischluftschneise die Luft und dient als
Versickerungsfläche bei Starkregen.

NBSO-Geschäftsführerin Vera Rottes sagt, es sei das Ziel die
Grünflächen miteinander zu verbinden zum Beispiel in Richtung der
Fixheider Straße im Süden oder der Pommernstraße im Norden. Hier
ist eine Entscheidung der Eigentümer gefragt. Wer heute durch die
Bahnstadt Ost geht, kann in jedem privaten Vorgarten einen Baum sehen,
dessen Pflanzung Teil eines jeden Kaufvertrages ist.

Auf der Westseite der Bahnstadt schaut man auf die längste Allee
Leverkusens, die mit 164 Klimabäumen und einer mit wildem Wein
begrünten Schallschutzwand bepflanzt wurde.

Beim Thema Schotter berichtete Vera Rottes, dass die mit Schotter
bedeckten Baumscheiben, im September beseitigt werden. Auch der
Schotter am Neubau der Technischen Hochschule soll in einer
Kuratoriumssitzung zur Sprache kommen. Hier will sich
Oberbürgermeister Uwe Richrath für eine Begrünung verstärkt
einsetzen.

Außerdem werden mehr Baumpatenschaften angestrebt. Hier sollen sich
die Opladener mit einer Patenschaft um „ihren“ Baum kümmern.

Die Bahnstadt Ost mitsamt dem Grünen Kreuz wird im
Klimaanpassungskonzept der Stadt Leverkusen als Wärmeinsel
klassifiziert. Umweltdezernent Alexander Lünenbach möchte den Folgen
der Klimaerwärmung entgegentreten und Maßnahmen ergreifen, die er
mit seinem Team erarbeitet hat. Die Stadt Leverkusen steht mit dem
Umweltamt Köln und dem Deutschen Wetterdienst in Kontakt und lässt
die Stadtfläche neu kartografieren, berichtet Klimaschutzmanagerin
Eva Lüthen-Broens. Führungen durch

die BahnstadtDie Mitarbeiter der Bahnstadt laden zu Führungen ein.
Die Termine sind: 10. Juli, 20. August, 17. September, 8. Oktober,
jeweils um 17 Uhr. Treffpunkt: Campusbrücke/Werkstättenstraße.

Anmeldung ist erforderlich unter : info@neue-bahnstadt-opladen.de oder
02171/406-60128.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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