Schenken und damit Gutes tun - das geht!
Gutscheine-Aktion 2021 der Leukämie- und Lymphomhilfe e.V. - LLH NRW

Michael Enders, unterwegs für die Gutschein-Aktion 2021
  • Michael Enders, unterwegs für die Gutschein-Aktion 2021
  • Foto: Bildrechte: Susanne Enders
  • hochgeladen von Stefania Herod

Nein, was ist dieses Jahr schnell vergangen, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür!
Corona hat uns noch fest im Griff. Das Benefizkonzert der Leukämie- und Lymphomhilfe NRW, konnte nur unter strengen Pandemie-Richtlinien durchgeführt werden. Das begeisterte Publikum reiste musikalisch in die schottischen Highlands, begleitet von Dudelsack-Klängen und schottischer Folk-Musik. Dazu gab es einen Augenschmaus, die Scottisch Dance Tanzgruppe.
Die Einnahmen aus diesem Konzert werden vom LLH-Verein für die Spendenaktion 2021 verwendet, dazu werden Gutscheine verteilt an Patient*innen und Bedürftige, z.B. Menschen, die an Krebs erkrankt sind.
Krebspatient*innen sind Menschen wie Du und ich. Schon morgen kann es einen von uns treffen. irgendwelchen diffusen Beschwerden wird ärztlich nachgegangen, Blutproben ergeben, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Von diesem Tag an wird alles anders. Durch die Krankheit bedingt muss man evtl. den Job und die Wohnung aufgeben. Mit einer kleinen Rente lebt man nun am Rand des Existenzminimums.
Nicht nur die Bewältigung der Krankheit macht einem zu schaffen, die über Wochen und Monate, ja Jahre dauern kann. Chemotherapie, Bestrahlung, Ernährungsumstellung, der tägliche Kampf zurück ins Leben ist nicht einfach. Krebskranke Menschen sind Kämpfer, sie müssen vieles neu lernen, z.B. Atmen, Schlucken, Laufen. Die Ärzt*innen mit ihren Teams tun täglich ihr Bestes, um die Patient*innen erfolgreich zu behandeln.

Wie schützten sich Menschen, die zur Risikogruppe gehören, die besonders anfällig sind für Infektionen, vor einer COVID-19-Infektion? Expert*innen gehen davon aus, dass Menschen mit geschwächtem Immunsystem schneller und schwerer von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen sein können. Leider liegen aber noch keine Erfahrungswerte vor. Die jeweilige Erkrankung sollte gut therapiert und beherrscht sein, Engpässe in der Versorgung frühzeitig erkannt, politische Entscheidungen schneller getroffen werden. Die Angst vor einer Ansteckung ist groß, führt dazu, dass z.B. Arztpraxen gemieden werden, obwohl ein(e) Krebspatient*in nicht ohne Arztbesuche auskommt. Werden Symptome nicht rechtzeitig abgeklärt, können evtl. rechtzeitige Diagnosen nicht gestellt werden. Eine effektive, überlebenswichtige Behandlung, die bessere Heilungschancen bietet, kann dann nicht gewährleistet sein. Außerdem bringt eine solche Erkrankung psychische Belastungen und Unsicherheit mit sich.
Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Die Hygienestandards sind streng einzuhalten. Das Tragen einer Atemschutzmaske ist beschwerlich, da oft Atemprobleme vorliegen.
Kontakt-Reduktion zu anderen Menschen führt zu Isolation und Vereinsamung. Eine seelische Unterstützung zusätzlich zu all den medizinisch notwendigen Dingen ist Balsam. Die Pandemie stellt insbesondere Krebspatient*innen zusätzlich vor große seelische Herausforderungen. Coronabedingte Stressfaktoren belasten zusätzlich zu den Ängsten, die eine Krebserkrankung mit sich bringt. Krebspatient*innen werden Impfungen grundsätzlich empfohlen. Der Schutz einer COVID-19-Impfung kann bei immunsupprimierten Patient*innen geringer sein, z.B. nach einer Stammzelltransplantation (Übertragung blutbildender Stammzellen). Langjährige Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe liegen noch nicht vor. In engem Kontakt mit den behandelnden Ärzt*innen sollte man abklären, ob und wann eine Auffrisch-Impfung erfolgen sollte und mit welchem Impfstoff.

Der Seelsorger Michael Enders weiß, dass der Besuch von Menschen, die an einen denken, mit denen man ein paar Worte sprechen kann, gut tut, Freude bereitet. Gemeinsam mit seiner Frau Susanne ist er jetzt bis Weihnachten wieder unterwegs, 5.000 € in Gutscheine wollen verteilt werden. Pfarrer Dietrich Schüttler aus Bergneustadt ist mit einem Teil dabei. Gemeinsam besuchen sie z.B. Kinder, denen Pflegeeltern ein Zuhause geben.

Weihnachten bleibt trotz Corona das Fest der Liebe, Besinnlichkeit, Geschenke. Auch wenn die Tage dunkler und somit kürzer erscheinen, suchen die Menschen Nähe und Gemeinsamkeit. Familienangehörige und Freunde wegen Corona-Vorschriften in einer kleinen Weihnachtsfeier zu zweit treffen, Zeit haben füreinander. Und wenn es nur eine Übergabe an der Tür ist, lächelnde Augen hinter den Masken sprechen Bände.

Michael und Susanne Enders aus Bergneustadt leiten schon viele Jahre über die Selbsthilfegruppe Leukämie und Lymphomhilfe (LLH). Ein Jahr geht zu Ende, ein neues Jahr beginnt. Es wird weiterhin hilfsbedürftige Menschen geben, die an Leukämie erkrankt sind. Ihnen bietet das Ehepaar Enders Unterstützung an, sie pflegen Patientenkontakte, sprechen mit Angehörigen, sind da wenn nötig. Ein Herbst-Symposium erfordert viel Organisationsarbeit. Es gibt wie immer viel zu tun, die Liste ist lang. Es wird weiterhin Geschäftsleute und Firmen geben, die oft nicht näher benannt wollen, möchten, die helfen möchten. Im Spendentopf waren bisher jährlich fast 10.000 €.

Schenken und damit Gutes tun - das geht!
Auch Sie können noch mit einer Spende krebskranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterstützen.

So können auch Sie durch eine einmalige Spende helfen:
Spendenbescheinigungen für das Finanzamt werden auf Wunsch gerne ausgestellt.
Bankverbindung – Spendenkonto: Volksbank Oberberg
IBAN: DE 7538 4621 3522 0823 0010
BIC: GENODED1WiL
Kennwort: Gutscheine Aktion 2021
Leukämie- und Lymphomhilfe e.V. - Selbsthilfeverband in NRW – Bergneustadt.
https://llh-nrw.de/ oder direkt bei Michael Enders: regionalllh@t-online.de.

Leserreporter:

Stefania Herod aus Nümbrecht

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