Mit Kirmeslauf
Rheidter Kirmes lockt Tausende Besucher
- Immer wieder einen Besuch wert: die Rheidter Herbstkirmes.
- Foto: Mülhausen
Hertha-Teams dominieren den Kirmeslauf
Rheidt. Mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz hatten die Rheidter Kirmesmacher wieder für ein vielfältiges Angebot gesorgt, das sowohl bei Jung und Alt gute Laune weckte und den ein oder anderen Gast tiefer ins Portemonnaie blicken ließ als ursprünglich geplant.
Mit einer breiten Palette an Attraktionen ist die Rheidter Herbstkirmes nach wie vor ein Besuchermagnet in unserer rechtsrheinischen Region. Das kommt nicht von ungefähr. Das, was viele Besucher als „selbstverständlich“ halten, stellt die teilnehmenden Vereine und die Schausteller vor große Herausforderungen. 19 gewerbliche Aussteller, 28 Fahrgeschäfte (inkl. Imbissstände) und neun Vereine mit sechs Ständen müssen koordiniert und betreut werden. Alleine von den neun Ortsvereinen wurden geschätzte 2.000 Arbeitsstunden (= 250 Arbeitstage à acht Stunden) an den Kirmestagen geleistet. Nicht eingerechnet sind hier die ebenfalls enormen Aufwände für die Vorbereitung.
Frank Helding als Vorsitzender des Ortsrings dankte in seiner Begrüßungsrede am Freitagabend besonders den Marktleitern Tobias Wipperfürth und Jochen Richartz für ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Monaten. Auch Bürgermeister Matthias Großgarten zollte allen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen großes Lob für ihr Engagement, bevor er mit einem perfekten Faßanstich die Kirmes offiziell eröffnete. Auf das anschließende abendliche gesellige Treiben an den diversen Ständen und Bierbuden braucht hier nicht näher eingegangen zu werden, es war - auch an den Folgetagen - harmonisch und friedlich.
Und wieder einmal herrschte Spannung und Nervosität am Samstagnachmittag auf dem Marktplatz. Elf Dreierteams hatten sich zum 12. Kirmeslauf angemeldet und lieferten sich in originellen Kostümen auf „Skiern“ in der Loipe und an diversen Spielstationen einen verbissenen Wettkampf. Mit viel Ehrgeiz und gleich drei Teams war die Hertha Rheidt angetreten, um somit ein erstes Zeichen zu setzen für die kommende Karnevalssession, in der die Hertha den Prinzen stellt. Kein Wunder bei dieser Motivation, dass sich unter den fünf Erstplazierten alle Hertha-Teams befanden. In der Besetzung Peter Odenius, Thomas Rieser und Johannes Theisen durfte sich das P27-Team der Hertha sogar das Kirmeskrönchen aufsetzen und mit Stolz den Siegerpokal in die Höhe recken. Mit dem denkbar knappen Vorsprung von einem Punkt konnten sie sich gegen die „jungen Wilden“ der Hertha-Shinys durchsetzen.
Natürlich wurde auch dem religiösen Ursprung der Kirmes Rechnung getragen. Pfarrer Hermann Josef Zeyen zeigte sich in einer feierlichen Messe, mit der traditionell der Kirmessonntag eingeleitet wird, sehr erfreut über das Bild, das sich ihm bot. Die Fahnenabordnungen der Ortsvereine, viele Besucher und der Chorgesang verliehen der Messe einen würdigen Rahmen. Im anschließenden Umzug ging es, angeführt vom Tambourkorps Müllekoven, zum Marktgelände, wo der Frühschoppen mit musikalischer Untermalung durch den St. Dionysius Bläserkreis und das MGV-Swingtett gestaltet wurde.
Mit einem weiteren Highlght warteten die „Rheidter Väter“ auf: eine Weinverkostung in Anwesenheit der Ahr-Weinkönigin Burgundia (Jona Marie Esser) aus Ahrweiler lockte viele Weinliebhaber in die „Weinbar“.
Zu einer zünftigen Kirmes gehört auch ein standesgemäßer Abschluss. Und für den sorgten am Montagabend der Junggesellenverein „Einigkeit“ mit der Nubbelverbrennung und ein imposantes Feuerwerk, das mit viel Beifall einen glänzenden Schlusspunkt unter die Herbstkirmes setzte.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Walter Mülhausen aus Niederkassel |