Mondorf blüht auf?
Neues Wohn- und Gewerbegebiet Mondorf

Dieses Gebiet an der Rheidter Straße soll für Einzelhandel und Gewerbe entwickelt werden. Zudem soll es mit einer Haltestelle an die geplante S-Bahn angebunden werden  | Foto: Bracker
  • Dieses Gebiet an der Rheidter Straße soll für Einzelhandel und Gewerbe entwickelt werden. Zudem soll es mit einer Haltestelle an die geplante S-Bahn angebunden werden
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Kaufkraft von 326 Millionen Euro vor allem für Nahversorgung genutzt

Niederkassel. Das Einzelhandelskonzept der Stadt Niederkassel wird nach 17 Jahren grundlegend überarbeitet. Das bislang gültige Konzept stammt aus dem Jahr 2009. Mit der Fortschreibung soll die Entwicklung des Einzelhandels an aktuelle Rahmenbedingungen und das veränderte Kaufverhalten der Bevölkerung angepasst werden.

Nach Angaben der mit der Untersuchung beauftragten Gutachter, der BBE Handelsberatung Köln, steht den Niederkasselerinnen und Niederkasselern eine Kaufkraft von insgesamt 326 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend: Immer mehr Geld wird für die tägliche Nahversorgung ausgegeben, während andere Einzelhandelsbereiche an Bedeutung verlieren. Besonders gefragt sind Lebensmittel, Genussmittel sowie Angebote aus den Bereichen Drogerie, Kosmetik und Parfümerie.

Positiv bewerten die Gutachter die Versorgungssituation in Niederkassel. Demnach besteht im gesamten Stadtgebiet eine wohnungsnahe Grundversorgung. Die wichtigsten Angebote des täglichen Bedarfs sind für die Bevölkerung in der Regel innerhalb einer Entfernung von einem Kilometer erreichbar.

Für den Süden der Stadt empfehlen die Gutachter jedoch die Entwicklung eines neuen Stadtteilzentrums entlang der Porzer Straße. Dort könnten neben Wohnungen und Einzelhandelsflächen auch eine Bushaltestelle sowie perspektivisch ein S-Bahn-Haltepunkt entstehen. Ziel ist es, die Aufenthalts- und Wohnqualität zu steigern und gleichzeitig zusätzliche Anreize für den Einzelhandel zu schaffen.

Nach Einschätzung der Gutachter bietet der Standort auch Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe. So könnten Unternehmen ihre Verkaufsflächen erweitern und ihre Märkte attraktiver gestalten. Derzeit befinden sich mehrere große Handelsunternehmen wie Lidl, Hit, Aldi und dm im Süden der Stadt an Standorten, die als nicht optimal bewertet werden.

Mit der Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts erhält die Stadt ein rechtssicheres Steuerungsinstrument für die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels in Niederkassel.

Redakteur/in:

Irmgard Bracker aus Niederkassel

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