Haus Hildegard wird neu gebaut
Neubau Haus Hildegard: mitten im Leben

Die Planer vom Architekturbüro Brechtel stellen das neue „Haus Hildegard“ vor: (v.l.n.r.: die Architekten Britta Marchand, Andreas Brechtel, Petra Gleisenstein, die Vorsitzende des Bewohnerbeirates Ute Stock, Caritas-Bereichsleiterin Dr. Helene Müller-Speer und Caritas-Geschäftsführer Harald Klippel).
  • Die Planer vom Architekturbüro Brechtel stellen das neue „Haus Hildegard“ vor: (v.l.n.r.: die Architekten Britta Marchand, Andreas Brechtel, Petra Gleisenstein, die Vorsitzende des Bewohnerbeirates Ute Stock, Caritas-Bereichsleiterin Dr. Helene Müller-Speer und Caritas-Geschäftsführer Harald Klippel).
  • Foto: Mülhausen
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Rheidt - Die Baumaßnahmen für das neue Caritas-Wohnheim für Menschen mit
Behinderung sind angelaufen

Nach fünfjähriger Planungs- und Abstimmungsphase ist es nun endlich
soweit. Seit Mitte März bereiten die Bauarbeiter mit Baggern und
Raupen das Gelände am Hohen Rain für den Neubau vor.

Der Neubau war erforderlich, da das jetzige Gebäude nicht mehr den
Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes des Landes NRW entspricht.
Zimmergröße, Badgestaltung und Barrierefreiheit sind hierbei
mitentscheidende Faktoren.

Eine Anpassung des mittlerweile 100 Jahre alten Gebäudes an die
aktuellen Vorgaben ließ sich nicht darstellen, so dass man sich zu
einem kompletten Neubau entschloss. Dieser wird unter anderem mit 22
Wohneinheiten und drei Gemeinschaftsräumen im rückwärtigen Teil des
heutigen Geländes errichtet; nach Fertigstellung im Frühjahr 2019
wird dann das alte „Haus Hildegard“ abgerissen und durch
Grünflächen und Stellplätze zur Straßenseite hin ersetzt.

Sehr zufrieden mit der Lösung zeigte sich Dr. Helene Müller-Speer
von der Caritas-Bereichsleitung: „Wir sind froh, dass es gelungen
ist, das Vorhaben am alten Standort im Herzen von Rheidt zu
realisieren. Die Bewohner können somit in ihrer vertrauten Umgebung
bleiben, die eine gute Infrastruktur bietet und vielfältige
Aktivitäten ermöglicht“.

Harald Klippel, Geschäftsführer des Caritasverbands Rhein-Sieg,
zeigte zusammen mit den verantwortlichen Planern vom Architekturbüro
Brechtel einige Hindernisse auf, die auf dem Weg bis zur konkreten
Umsetzung zu bewältigen waren und die fünfjährige Anlaufphase
nachvollziehbar erklären. So musste beispielsweise die Finanzierung
von 3,4 Mio. Euro gesichert, die strikten Vorgaben des zuständigen
Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) eingehalten, der städtische
Bebauungsplan geändert und Abstimmungen mit der Nachbarschaft
getroffen werden. Erschwerend kamen Gesetzesänderungen während der
Planungsphase hinzu, die aufwändige Anpassungen erforderlich machten.

Die mit Spannung erwartete Präsentation des neuen Wohnheims wurde von
Architektin Petra Gleisenstein durchgeführt. Durch die vielfältigen
externen Vorgaben war der kreative Handlungsrahmen natürlich etwas
eingeschränkt. „Wir wollten unter Einhaltung der Vorgaben ein
wohnliches Ambiente schaffen, anstatt steriler Flure haben wir kleine
heimelige Wohneinheiten mit problemlosen Zugang zu den
Gemeinschaftsräumen und dem Außenbereich geschaffen, womit den
Bewohnern sowohl Gemeinschaft als auch Individualität ermöglicht
wird“.

Auch wenn hier und da etwas Wehmut wegen des bevorstehenden Abschieds
vom altvertrauten Haus Hildegard zu erwarten ist, überwiegt bei den
Bewohnern und Verantwortlichen doch die Freude, in nicht allzu ferner
Zukunft in das neue „Haus Hildegard“ einziehen zu können.

- Walter Mülhausen

Redakteur:

RAG - Redaktion

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