Forscher erklären Therapien von morgen
MS Wissenschaft macht Station am Mülheimer Ufer
- Im Wissenschaftsjahr 2026 - Medizin der Zukunft - dreht sich an Bord des umgebauten Frachtschiffs alles um unsere Gesundheit.
- Foto: Ilja C. Hendel / Wissenschaft im Dialog
- hochgeladen von EXPRESS - Die Woche - Redaktion
Ein Schiff legt in Köln an – und an Bord geht es um Fragen, die viele Menschen direkt betreffen: Wie sieht Medizin in Zukunft aus? Vom 14. bis 17. Juli macht die MS Wissenschaft am Mülheimer Ufer fest. Besucher können dort erleben, wie Forschung Schritt für Schritt zu neuen Therapien führen kann. Am 14. Juli stehen Kölner Wissenschaftler persönlich Rede und Antwort.
Köln bekommt Besuch von einem besonderen Ausstellungsschiff: Vom 14. bis 17. Juli liegt die MS Wissenschaft am Mülheimer Ufer neben der Mülheimer Brücke. An Bord dreht sich in diesem Jahr alles um die „Medizin der Zukunft“ – und damit um Fragen, die für viele Kölner ganz nah am Alltag sind. Wie entstehen neue medizinische Ideen? Was muss passieren, damit aus Forschung eine Therapie wird? Und welche Entscheidungen müssen Wissenschaftler auf diesem Weg treffen?
Die Ausstellung der MS Wissenschaft gehört zum Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie medizinische Innovationen entstehen und was nötig ist, damit sie beim Menschen ankommen. Seit 2003 bringt die Initiative „Wissenschaft im Dialog“ jährlich eine Ausstellung auf das Schiff. Die MS Wissenschaft besucht bei ihren Touren zahlreiche Städte in Deutschland. Seit 2012 ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung Veranstalter, umgesetzt wird das Ausstellungsschiff von der „Wissenschaft im Dialog gGmbH“. Viele Exponate stammen von wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen.
Für Kölner Besucher besonders interessant ist der Dienstag, 14. Juli. Dann heißt es von 10 bis 15 Uhr: „Meet the Scientists – Triff die Forschenden hinter den Exponaten“. An Bord sind die Kölner Neurowissenschaftler Professor Dr. Ansgar Büschges, Professorin Dr. Olivia Masseck, Professor Dr. Daniel Wehner und Professor Dr. Dirk Isbrandt. Sie beantworten Fragen der Besucher und erklären, wie biomedizinische Forschung funktioniert.
Dabei soll es nicht nur um fertige Ergebnisse gehen, sondern auch um den Weg dorthin. Die Forschenden wollen Raum für Fragen und Diskussionen schaffen. Sie erläutern, warum moderne biomedizinische Forschung derzeit auf einen Methodenmix verschiedener Forschungsansätze angewiesen ist und warum je nach Fragestellung auch Tierversuche notwendig sein können.
Ein Exponat an Bord trägt in diesem Jahr den Titel „Pflaster aufs Herz?“. Das sogenannte Herzpflaster wurde in einer Kooperation wissenschaftlicher Einrichtungen entwickelt. Es zeigt anschaulich, welche Schritte von der Grundlagenforschung über präklinische Untersuchungen bis hin zur klinischen Studie notwendig sind. Das Pflaster besteht aus lebenden Zellen und soll geschädigte Herzen reparieren. Aktuell befindet es sich in der klinischen Studienphase. Insgesamt stecken 25 Jahre Forschungsarbeit dahinter.
Auf der MS Wissenschaft können Besucher selbst in die Rolle von Wissenschaftlern schlüpfen. Sie navigieren durch Entscheidungen, die echte Forschungsprozesse abbilden: von der Wahl der richtigen Zelltypen bis zur ethischen Frage, welche Rolle Tierversuche auf dem Weg zu einer neuen Therapie spielen. Herzmodelle und eine Nachbildung des Zellgewebes machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt.
„Neugier ist der Anfang jeder wissenschaftlichen Entdeckung. Die MS Wissenschaft bietet die wunderbare Gelegenheit, Forschung dorthin zu bringen, wo Menschen ihre Fragen stellen. Ich freue mich darauf, mit Besucherinnen und Besuchern darüber ins Gespräch zu kommen, wie aus Grundlagenforschung Schritt für Schritt neue medizinische Therapien entstehen können“, sagt Olivia Masseck.
Der Termin in Köln: Dienstag, 14. Juli 2026, 10 bis 15 Uhr, „Meet the Scientists – Triff die Forschenden hinter den Exponaten“, Mülheimer Ufer neben der Mülheimer Brücke. (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |