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IM JOB HEISST ANGST OFT: ANPASSUNG
„Der Mensch leidet weniger an den Dingen als an der Meinung über die Dinge.“

Dieser Satz von Michel de Montaigne beschreibt die größte und meist unsichtbare Bremse in Unternehmen und Organisationen.

Viele Führungskräfte führen und entscheiden nicht. Sie funktionieren nur. Warum? Eine diffuse Angst lähmt.

Berufliche Angst klopft selten lautstark an die Tür. Sie tarnt sich. Als Fleiß. Als Performance. Sie kommt höflich daher als lähmender Perfektionismus, Dauer-Kontrolle, Harmoniesucht oder das strategische Schweigen im Meeting.

Von außen sieht die Karriere stabil aus. Doch innerlich wird sie von der puren Angst vor dem Kontrollverlust organisiert. Wenn Du alles kontrollieren musst, führst Du nicht – Du hast einfach nur Angst.

Das ist kein Vorwurf. Das ist die Realität in einer Leistungsgesellschaft, die Fehler bestraft. Diese Lähmung erstickt jede Innovation und brennt Dich emotional aus.

Wie lösen wir diese Blockade auf?

* Hör auf, Katastrophen zu erfinden: Nicht die Krise ist das Problem. Sondern Deine Bewertung, dass Du ihr nicht gewachsen bist. Vertrau Deiner Kompetenz.

* Mut zur Lücke statt Perfektionismus: Perfektionismus ist kein Qualitätsmerkmal. Es ist die Angst vor Kritik. Lerne, mit 80-Prozent-Lösungen zu starten.

* Muster radikal brechen: Sag im nächsten Meeting genau das, was Du eigentlich verschweigen wolltest. Konstruktive Reibung gehört zum Erfolg.
Angst zu haben ist menschlich und völlig okay. Sich von ihr lähmen zu lassen, ist eine Entscheidung. Brich aus dem Funktionieren aus. Fang wieder an zu führen.

Was war die eine Situation in Deiner Karriere, in der Du Deine Angst überwunden hast und mutig warst? Was hat dich veranlasst, den Schein zu durchbrechen und was hat sich danach für Dich verändert?

LeserReporter/in:

Oliver Dreber aus Morsbach

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