Erntedankzug Lichtenberg
Trotz Regen voller Ideen
- Auch die jüngsten Teilnehmer trugen zum bunten Bild des Erntedankzugs bei.
- Foto: Hermann-Josef Schuh
Lichtenberg. Das Erntedankfest wird den Beteiligten in diesem Jahr als besonders nasse Angelegenheit in Erinnerung bleiben. Nach Monaten mit Trockenheit und sommerlicher Hitze zeigte sich das Wetter beim Festzug von seiner regnerischen Seite. Die Teilnehmer ließen sich die Freude am traditionellen Fest jedoch nicht verderben.
Pünktlich um 14.30 Uhr setzte sich der Erntedankzug mit der Erntekrone an der Spitze in Bewegung. Traditionell führten die Freunde alter Traktoren den Zug an. Rund 25 Motivwagen und Fußgruppen hatten sich mit viel Kreativität und Engagement auf den großen Tag vorbereitet. Für die musikalische Begleitung sorgten vier Musikgruppen, die angesichts des Dauerregens ihre Instrumente besonders gut schützen mussten.
Das Wetter wirkte sich deutlich auf die Zahl der Zuschauer aus. An vielen Stellen entlang der Strecke blieben diesmal Lücken, wo sich sonst mehrere Reihen von Besuchern drängen. Nur die hartgesottensten Zuschauer harrten am Straßenrand aus. Die Zugteilnehmer selbst trotzten den widrigen Bedingungen jedoch tapfer. Viele hatten sich auf den Regen eingestellt, andere wurden dennoch bis auf die Knochen nass.
Inhaltlich griffen zahlreiche Gruppen die große Trockenheit der vergangenen Monate auf. Mit viel Humor und originellen Ideen wurden die Themen Ernte, Wetter und Landwirtschaft in Szene gesetzt. So war auf einem Wagen zu lesen: „Auf der Stippe war es heiß. Drum ernten wir Bananen statt Mais.“ Andere Gruppen warnten augenzwinkernd vor der „Hitzewelle“, feierten Brot und Bier aus heimischem Getreide oder erinnerten an die Bedeutung gesunder Böden für eine gute Ernte.
Trotz der widrigen Wetterbedingungen prägten Ideenreichtum und Gemeinschaftssinn den Lichtenberger Erntedankzug. Die liebevoll gestalteten Wagen und Fußgruppen zeigten, wie viel Engagement in der Vorbereitung steckte. Am Ende bewiesen die Lichtenberger, dass selbst Dauerregen ihrer guten Laune nichts anhaben kann.
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |