Prunksitzung in Morsbach
Eine Marionette für den Prinzen

Die Mini-Wolpertinger ließen mit ihrer Super-Tanzshow-Perfomance „Ab ins All“ die Bühne beben und faszinierten die Zuschauer mit ihren phänomenalen Tänzen.                                | Foto: Karin Rechenberger
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  • Die Mini-Wolpertinger ließen mit ihrer Super-Tanzshow-Perfomance „Ab ins All“ die Bühne beben und faszinierten die Zuschauer mit ihren phänomenalen Tänzen.
  • Foto: Karin Rechenberger

Morsbach. Auf den Punkt genau um 16:11 Uhr zogen die die Herren vom Elferrat im feinen Ornat unter tobendem Applaus in das ausverkaufte Festzelt an den Wisserauen ein. Sitzungspräsident Dominik Mauelshagen begrüßte an die 700 Jecken zur großen Prunksitzung und empfing als ersten Gast die Morsbacher Kindergarde.

Die Kinder eroberten als Eisbrecher die Herzen der Zuschauer im Sturm und wurden mit der ersten „Rakete“ belohnt. Martin Schopps sorgte für eine Lachsalve nach der anderen, bevor die „Domstürmer“ mit Frontmann Micky Nauber das Zepter in die Hand nahmen.

Die Stimmung im Zelt stieg von Song zu Song und mit den bekannten Songs wie „Mach dein Ding“, „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“, „Naturbeklopp“und „Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sunnesching“ begeisterten sie die bunte Schar durch reichlich Charme und Temperament. „Ihr seid spitze“, lobte Nauber die Morsbacher und verließ die Bühne mit seiner Band erst nach mehreren Zugaben.

„Dä Tuppes vom Land“ alias Jörg Runge haute ganz nach seinem Motto: „Wer länger lacht, stirbt später“ zahlreiche Pointen raus und kassierte zum Lohn eine „Rakete“. Die Mini-Wolpertinger faszinierten die Zuschauer mit ihrer Super-Tanzshow-Perfomance „Ab ins All“. Ein Ständchen erhielt Tänzerin Nina Rastätter anlässlich ihres elften Geburtstages. Passend zum Thema „Weltall“ erhielten die „Mini-Wolpis“ eine grandiose „Applaus-Rakete“. Für Spaß ohne Ende sorgten die „Sahneschnittchen“ Willi und Ernst“ als „Single-Rentnerduo“.

Sie begeisterten das Publikum mit ihrem Zwiegespräch mit und über Leidenschaft. „Hier steht der Thermomix unter den Singels“, so Willi über Ernst, „ohne Ende Funktionen und immer auf Stand-by“. Es war ein Meer von Farben am Samstagabend im Festzelt.

Bunt, soweit das Auge reicht. Schrille Kostüme, bunte Perücken, einfallsreiche Outfits. Immer wieder ein Hingucker sind die „Krawallas“, eine 20-köpfige Damentruppe, in diesem Jahr als Sektflaschen verkleidet: „Mehr „Mumm“ für Morsbach!“ – genial! Das Show-Orchester „Swinging funfares“ versprühte ein Feuerwerk der guten Laune. Mit Gesangssolisten, Trompeten, Saxofonen, Posaunen und viel Blech rockte die große Besetzung von Musikern mit Sambarhythmen, Karnevalshits und Popmusik das Zelt.

Die Wolpertinger waren wie immer ein Hingucker der besonderen Art. Umwerfend ihre akrobatischen Tänze unter dem Motto „Feuerwehr“. Im schnittigen Outfit überzeugten die Funky Marys mit Tanz-Power, tollen Stimmen und mitreißenden Songs. Kommando Drei - das sind DJ Jeck, Tim und Jörg gaben mit einem Mix aus den großen Hits des Kölner Fastelovends richtig Gas. Von der ersten Sekunde an hatten sie das Publikum auf ihrer Seite. Sie führten sogar eine Polonaise quer durch Zelt an, bei der gefühlt jeder mitmachte – herrlich! Die „Lokalmatadore“, die Truppe „Bel Kantholz“ , legte einen fulminaten Auftritt von 45 Minuten aufs Parkett.

Sie befassten sich anhand von Videos mit dem Für und Wider der Wanderer-Highlights wie dem Skywalk, der neuen Treppe und der Hängebrücke – spitze! Ebenso gewährten die „Jungs“ den Zuschauern in ihrer Ausgabe des „Flurschütz-TVs“ einen Blick auf die Klima-Kleber Morsbachs an den Stationen Kulturbahnhof, Kreisel und Bistro, die sie mit passenden Musikbeiträgen hinterlegten. Die Rakete war ihnen sicher.

Spektakulär war auch das Finale der sechsstündigen großen Prunksitzung mit dem Einmarsch der KG. „Steh auf, mach laut!“, mit dem Lied von den Höhnern marschierte die Truppe ein. Prinz Philip I. aus dem Hause Zimmermann wurde von seiner Familie überrascht, die ihm eine Prinzen-Marionette überreichte.

Bevor die Garde Blau-Weiß und die Funkengarde zeigten, was sie drauf haben, stellte der Regent noch sein Motto vor:

„Blau und Weiß sind über 20 Jahren meine Farben, ob als Prinz, Speiß oder in den Garden. 66 Dörfer hat unsere Republik, es ist und bleibt meine Liebe auf den ersten Blick“.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Karin Rechenberger aus Morsbach

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