60 Jahre Malteser
Die Gemeinschaft zählt
- Neues Angebot: Seit vier Jahren gibt es bei den Maltesern auch eine Rettungshundestaffel. Die Helferinnen und Helfer stellten mit ihren Tieren ihre Arbeit beim Aktionstag vor.
- Foto: Frank Engel-Strebel
Meckenheim (fes). 60 Jahre wird der Malteser Hilfsdienst in Meckenheim in diesem Jahr alt. Angefangen hatte alles mit einer Gruppe, die im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes tätig war, um für lange Einsatzstrecken Telefonleitungen aufzubauen, schilderte der Stadtbeauftragte der Meckenheimer Malteser Friedrich-Salah Farah anlässlich des Tages der offenen Tür zum Jubiläum. Mitte der sechziger Jahre gab es sowohl in Meckenheim als auch in Rheinbach jeweils einen Fernmeldezug, die miteinander gekoppelt waren.
Seit den 1990er Jahren haben sich die Malteser weg vom Fernmeldezug hin zum Katastro-phen- und Zivilschutz entwickelt mit einer gut besetzten Jugendabteilung. Die Angebote reichen von der Ersten-Hilfe-Ausbildung, der realistischen Unfalldarstellung, dem Einsatz von Schulsanitätern bis hin zur neuen Rettungshundestaffel. Auch Verpflegungsangebote bei größeren Veranstaltungen werden angeboten. Zum Tag der offenen Tür wurde einiges geboten: Ein Spieleland mit großer Hüpfburg,
die Rettungshundevorführung, DKMS Registrierungsaktion, Fahrzeugschau und Tombola, Live Musik von Schmitz Marie mit Kölsche Tön und vieles mehr.
Rund 150 Aktive engagieren sich aktuell bei den „Meckenheimer Malters“, darunter auch viele Jugendliche, alle ehrenamtlich: „Sehr wichtig ist uns die Jugendarbeit, deswegen haben wir auch keine Nachwuchsprobleme“, schilderte Birte Schmitz, was aber nicht bedeuten würde, dass kein Nachwuchs gesucht werde, betonte sie. Die 27-Jährige ist Geschäftsführerin der Malteser. Ihr ist es wichtig den „Laden stets am Laufen zu halten“, um Menschen in Not helfen zu können. Dies sei für sie die größte Motivation.
Für Friederich Salah-Krah steht die Gemeinschaft im Vordergrund, aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. 12 Jahre lang war er Jugendleiter: „Mir macht es großen Spaß, mein Wissen weitergeben zu können, andere positiv zu beeinflussen und dabei in die strahlenden Augen der Kinder und Jugendlichen zu sehen.“
Die Malteser in Meckenheim arbeiten ehrenamtlich. Es gibt keine finanzielle Unterstützung von der Stadt oder anderen Stellen. Daher wird auch für die Dienstleistungen auch Geld ge-nommen: „Wir werden oft gefragt, weshalb wir Geld nehmen. Wir müssen alles refinanzieren, sonst kommen wir nicht voran. Die Dienstkleidung oder die Unterhaltung der Fahrzeuge kosten schon ein paar Euro“, betonte Friederich-Salah Farah.
Zu den Einsatzbereichen zählen größere und kleinere Veranstaltungen etwa im Karneval oder bei Stadtfesten, aber auch bei der Ukraine-Hilfe, 2021 im Ahrtal oder zuletzt bei dem Großbrand in der Entsorgungsfirma Hündgen in Swisttal-Ollheim.
Weitere Infos: www.malteser-meckenheim.de
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |
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