Bechen feierte 850-jähriges Bestehen
Zwei Jahre Planung für vier festliche Tage

Beim Festumzug wurden die Teilnehmer der Gruppen von zahlreichen Besuchern am Wegesrand begrüßt und bejubelt. Foto: Hoeck
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  • Beim Festumzug wurden die Teilnehmer der Gruppen von zahlreichen Besuchern am Wegesrand begrüßt und bejubelt. Foto: Hoeck
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Bechen (hh). Vor 50 Jahren wurde eine Woche gefeiert, doch das Jubiläumsfest anlässlich des 850-jährigen Bestehens von Bechen in diesem Jahr musste sich wahrlich nicht hinter seinem Vorgänger verstecken. Zwei Jahre Planung einschließlich der Sammlung von Vorschlägen zur Gestaltung des vielfältigen Programms lagen hinter dem achtköpfigen Festkomitee, bevor Einheimische wie auch Gäste tagelang ein tolles Fest mit vielen Höhepunkten im Ort feiern konnten. „Uns war wichtig, dass wir neben bekannten Künstlern wie den Bläck Fööss und den Bands Druckluft oder Stadtrand, die vielen aus dem Kölner Karneval bekannt sind, auch Gruppen und Personen mit Auftritten berücksichtigen konnten, die einen direkten Bezug zu Bechen haben. Daher haben wir sehr darauf geachtet, dass wir unsere eigenen Leute dabei haben, wie etwa unsere Musikgemeinschaft, das Blasorchester oder die ´Donkies´, die den Abschluss des Festes übernehmen. Für jeden ist etwas dabei, egal ob jung oder alt“, sagt Thomas Molitor von der Musikgemeinschaft Bechen e.V., der gemeinsam mit weiteren Interessierten des SV Bechen und der Karnevalsfreunde Bechen in Kooperation mit Vertretern der IG Bechen und der Peter-Kalthoff-Stiftung das Festkomitee bildete. Er dankte zudem rund 100 Helfern, die sich ehrenamtlich für die Realisierung des Festes eingesetzt hatten.
Im Jahr 1175 wurde Bechen, das einen Esel als stolzes Wahrzeichen hat, erstmals urkundlich erwähnt, als Reinard von Kenten hier sein Gut zur Errichtung eines Klosters gestiftet haben soll. Hierauf fußt die Historie des Orts, die nun in der abwechslungsreichen und begeisternden Feier mündete. Das Fest startete mit einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Heimatabend, wo Erzählungen, Musik und Schauspiel die Besucher in der Mehrzweckhalle erfreuten und auf die nächsten Tage einstimmte. Die Theatergruppe „Boulevard Bechen“ hatte hierfür extra eine 30-minütige Aufführung inszeniert. Tags darauf stand ein Konzert der „Bläck Fööss“ im Fokus, die die ausgelassene Stimmung in der ausverkauften Halle stets auf einem hohen Niveau hielt. „Die ´Fööss´ waren bereits auf der 800-Jahr-Feier mit ihrer damaligen Originalbesetzung aufgetreten, und das fast auf dem gleichen Tag. Daher ist es wunderbar, dass sie auch diese Feier mitgestaltet haben.“
Der Samstag bot ein Programm mit Aktionen, zahlreichen Angeboten für den Nachwuchs und ein Bühnenprogramm auf dem Dorfplatz. Auftritte der Kindertanzgruppe „Rot-weiße Eselchen“ aus dem Tanzcorps Rot-Weiß Bechen und der Eikamper „Jecke Mädche“, die Kindershow von „Fug und Janina“ und abends die Funkband „Cosmic Jam“ wurden ebenso umjubelt wie die Darbietungen der erwähnten Bands. Der Abschlusstag bildete schließlich den Höhepunkt der Festtage. Nach einem ökumenischen Gottesdienst und einem Frühschoppen mit der Musikgemeinschaft Bechen lockte ein Festzug aller ansässigen Vereine und Gruppen mit Unterstützung der auswärtigen Musikvereine aus Kürten, Dürscheid und Olpe die Besucher an den Straßenrand, dem sich ein Auftritt aller vier Musikvereine anschloss, die gemeinsam die Bechener Hymne und das Bergische Heimatlied spielten. Eine Drohnenshow, bei der viele Lichtbilder am Himmel projiziert wurden, schenkte dem viertägigen Spektakel einen würdigen und vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleibenden Schlusspunkt.
„Mit unserem bunt gemischten und familienfreundlichen Programm wollten wir insbesondere die Vielfalt Bechens an Vereinen, Gruppen und Organisationen präsentieren, bei dem jeder unabhängig von seinem Alter nach Interesse und Vorlieben bestimmt eine Nische findet“, betont Thomas Molitor, der seit 40 Jahren der Musikgemeinschaft angehört, ein wesentliches Ziel des Festes. Extra zur 850-Jahr-Feier, der auch NRW-Innenminister Herbert Reul, Bürgermeister Willi Heider und Landrat Stephan Santelmann beiwohnten, wurde auch eine 160 Seiten umfassende Festschrift erstellt, zu der rund 30 Vereine und Gruppen Texte und Fotos beigetragen hatten. Die Abgabe der Festschrift erfolgte gegen eine Spende.

Beim Festumzug wurden die Teilnehmer der Gruppen von zahlreichen Besuchern am Wegesrand begrüßt und bejubelt. Foto: Hoeck
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Nach dem Festzug stimmten alle Musikvereine aus Bechen und Umgebung gemeinsam das Bergische Heimatlied an. Foto: Hoeck
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