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Neue Wege in Kürten entdecken
Wiederbewaldung im Wandel

Auf den ersten Blick wirkt die Aufforstungsfläche in Kürten vertraut – auf den zweiten zeigt sich, dass hier ein anderer Weg eingeschlagen wird. Wo sonst kleine Setzlinge gepflanzt werden, stehen bereits junge Bäume von beachtlicher Größe.
Zu diesem besonderen Einblick hatte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) eingeladen. Rund 30 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über eine im Bergischen Land bislang eher ungewöhnliche Methode der Wiederbewaldung zu informieren.
Revierförster Frank Lürken erläuterte, warum hier bewusst auf größere Jungbäume gesetzt wird. „Die Pflanzen sind von Anfang an robuster und wachsen schneller aus dem verbissgefährdeten Bereich heraus“, erklärte er. Tatsächlich erreichen Rehe meist nur Triebe bis etwa einen Meter Höhe – die entscheidenden Wachstumspartien bleiben so geschützt.
Auch die Pflanztechnik unterscheidet sich: Mit einem Minibagger werden etwa 40 Zentimeter tiefe Pflanzlöcher angelegt. Das sorgt nicht nur für sicheren Halt, sondern ermöglicht es den Wurzeln auch, in trockenen Phasen an tiefer liegendes Wasser zu gelangen.
Ein weiterer Vorteil: Auf Kunststoffschutz kann vollständig verzichtet werden. Das spart Material, reduziert Pflegeaufwand und kommt auch der Umwelt zugute. Gepflanzt wird eine Mischung verschiedener Baumarten, darunter Stieleiche, Hainbuche, Esskastanie, Bergulme und Douglasie.
Organisatorisch erfordert die Methode allerdings eine sorgfältige Abstimmung. „Transport und Pflanzung müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, damit die größeren Bäume keinen Schaden nehmen“, betonte Lürken.
Der Eindruck am Ende des Waldspaziergangs: Die ungewöhnliche Methode funktioniert – und könnte auch für weitere Flächen eine echte Alternative sein. Die SDW sieht darin einen praxisnahen Ansatz, um Wälder robuster und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln.
www.sdw-rbk.de

LeserReporter/in:

Rainer Deppe aus Overath

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