Rheinisches Derby in Müngersdorf
Polizei setzt erstmals auf erneuerte Stadionallianz NRW
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Wenn der 1. FC Köln am Sonntag, 11. Oktober, um 15.30 Uhr Borussia Mönchengladbach empfängt, rechnet die Kölner Polizei mit einem umfangreichen Einsatz rund um das RheinEnergieSTADION. Die Partie ist als Risikobegegnung eingestuft. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Polizei die Sicherheit aller Beteiligten sowie der Besucherinnen und Besucher.
Beim Derby setzt die Polizei Köln erstmals auf die im Juli erneuerte Stadionallianz NRW. In der Vereinbarung arbeiten das Innenministerium NRW, die Vereine der ersten drei Profiligen, die Polizei NRW und die Bundespolizei enger zusammen. Vorgesehen sind frühzeitige Abstimmungen, klare Zuständigkeiten und gemeinsame Verantwortung: Die Vereine tragen die Verantwortung für die Veranstaltungssicherheit, während die Polizei für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig bleibt.
Einsatzleiterin Mareike de Valck kündigte an, die Polizei wolle bei Fußballspielen stärker in den Hintergrund treten, zugleich aber auf spontane Entwicklungen reagieren können. Friedliche Fans sollten das Derby sportlich genießen können. Der 1. FC Köln betont ebenfalls, gemeinsam mit dem Gastverein und den Sicherheitskräften ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest ermöglichen zu wollen.
Am Spieltag werden Einsatzkräfte insbesondere die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans im Blick behalten. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten will die Polizei konsequent einschreiten. Stadionverbote und präventive Maßnahmen wie Platzverweise, Bereichsbetretungsverbote, Allgemeinverfügungen und Meldeauflagen bleiben zentrale Instrumente gegen bekannte Störer.
Für den Spieltag sprach die Polizei gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene sowie drei Mönchengladbacher Anhänger Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote aus. Weitere 50 Kölner Fans erhielten im Vorfeld eine Gefährderansprache. Wegen des erwarteten hohen Verkehrsaufkommens müssen Besucherinnen und Besucher rund um das Stadion sowie auf den An- und Abreisewegen mit Verkehrsstörungen und zeitweisen Sperrungen rechnen. Die Polizei empfiehlt die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |