Vorsicht vor Kanalhaien
Polizei und StEB warnen vor falschen Handwerkern - Betrüger drängen zu teuren Verträgen

Symbolbild KI-generiert, kein echtes Foto. Die auf dem Foto abgebildeten Personen existieren nicht. | Foto:  KI-generiert mit ChatGPT/OpenAI
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Sie klingeln unangekündigt, geben sich als Handwerker aus und wollen schnell ins Haus: In Köln häufen sich Fälle des sogenannten Wasserwerkertricks. Manche Täter setzen auf Ablenkung und Diebstahl, andere wollen Hauseigentümer zu teuren Verträgen drängen. Polizei und StEB Köln warnen deshalb vor falschen Mitarbeitern und dubiosen Billigangeboten. Wer an der Haustür unter Druck gesetzt wird, sollte sofort misstrauisch werden.

In Köln warnt die Polizei wegen steigender Fallzahlen vor dem sogenannten Wasserwerkertrick. Dabei geben sich Täter als Handwerker aus, die angeblich Wasserleitungen überprüfen müssen. Ihr eigentliches Ziel: Sie verschaffen sich Zugang zur Wohnung und bestehlen die Bewohner mit gezielten Ablenkungsmanövern.
Immer wieder treten Personen auch fälschlicherweise als Mitarbeiter oder Beauftragte der StEB Köln auf. Die StEB stellen deshalb klar: Ihre Mitarbeiter können sich immer mit einem Dienstausweis ausweisen. Außerdem drängen sie niemanden zu einem sofortigen Vertragsabschluss.
Neben dem Wasserwerkertrick gibt es eine weitere Masche, vor der die Polizei warnt. Unternehmen versuchen dabei, Hauseigentümer mit falschen Angaben zu kostenpflichtigen Verträgen rund um den Kanalanschluss zu bewegen. Die Polizei bezeichnet solche Anbieter als „Kanalhaie“.
Diese Vertreter tauchen unangekündigt an der Haustür auf oder setzen ihre Opfer am Telefon unter Druck. Dabei behaupten sie widerrechtlich, im Auftrag der StEB Köln, der Stadt Köln oder der Stadtwerke zu handeln.
Die Masche folgt häufig demselben Muster: Zunächst locken die Anbieter mit auffällig niedrigen Preisen. Eine Kanalprüfung wird teilweise für weniger als 100 Euro angeboten. Haben sie erst einmal Zugang bekommen, erklären sie anschließend angeblich notwendige Arbeiten.
Dann wird es teuer. Die Eigentümer sollen überteuerte Sanierungen beauftragen oder ungeeignete Rückstauklappen einbauen lassen. Aus dem günstigen Einstieg kann so schnell ein kostspieliger Vertrag werden.
Wer sich schützen will, sollte nur Handwerker in die Wohnung lassen, die selbst bestellt wurden oder deren Besuch von der Hausverwaltung angekündigt worden ist. An der Haustür sollte grundsätzlich nichts unter Zeitdruck unterschrieben werden.
Angebote sollten in Ruhe geprüft und mit mehreren Vergleichsangeboten abgeglichen werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine Leistung auffällig billig erscheint oder ein Vertreter auf eine sofortige Entscheidung drängt.
Wer an der Haustür bedrängt wird oder einen Betrugsversuch vermutet, soll die Polizei unter der Telefonnummer 110 verständigen. Weitere Hinweise zum richtigen Verhalten und zusätzliche Ansprechpartner stellt die StEB Köln unter dem Stichwort „Kanalhaie“ bereit. (bn.)

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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