Köln knackt Rad-Rekord
Mehr als 2,3 Millionen Kilometer geradelt oder 58 Mal die Erde umrundet
- Neuer Kilometerrekord beim Stadtradeln 2026.
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Köln steigt aufs Rad – und wie! Beim Stadtradeln haben Tausende Kölner gemeinsam einen neuen Kilometerrekord aufgestellt. Drei Wochen lang wurde auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit kräftig gestrampelt. Das Ergebnis zeigt, wie viel zusammenkommt, wenn eine ganze Stadt in die Pedale tritt.
Mehr als 2,3 Millionen Kilometer: So weit sind die Kölner Teilnehmer beim diesjährigen Stadtradeln gemeinsam gefahren. Vom 10. bis 30. Juni 2026 legten 11.743 Radfahrer in 548 Teams insgesamt 2.336.657 Kilometer zurück. Rechnerisch entspricht das mehr als 58 Erdumrundungen – und für Köln bedeutet es einen neuen Rekord. Mitgemacht haben Kollegen, Studenten, Schüler, Freunde, Vereine und Organisationen aus dem gesamten Stadtgebiet. Viele Teams lieferten sich während der drei Aktionswochen kleine Wettbewerbe und sammelten Kilometer für ein gemeinsames Ziel: mehr Radverkehr, mehr Bewegung und weniger klimaschädliche Emissionen.
Nach Berechnungen der Veranstalter wurden durch die gefahrenen Strecken rund 383 Tonnen CO₂ vermieden. Grundlage dafür ist die Annahme, dass die Kilometer sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wären. Im vorläufigen bundesweiten Vergleich der teilnehmenden Städte und Landkreise liegt Köln derzeit auf Platz zehn. Da der Wettbewerb noch läuft, kann sich die Platzierung allerdings noch verändern.
Besonders kräftig trat in diesem Jahr die Polizei Köln in die Pedale. Ihr Team kam mit 354 Teilnehmern auf 88.424 Kilometer und sicherte sich damit den ersten Platz unter den Kölner Mannschaften. Dahinter folgte die Gesunde Uniklinik Köln: 430 Radfahrer sammelten gemeinsam 83.127 Kilometer. Auf Rang drei landeten 368 Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit 75.756 Kilometern.
Auch in den einzelnen Kategorien gab es klare Spitzenreiter. Die Universität zu Köln führt bei den Universitäten und Hochschulen mit 62.369 Kilometern. Das Team „Ford – Bereit für Morgen“ wurde mit 29.879 Kilometern erneut Unternehmenssieger. Die Angabe stammt vom 7. Juli.
Bei den Schulen hatte erneut das Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium die Nase vorn. 231 Teilnehmer erradelten zusammen 34.445 Kilometer und holten damit den Titel „Fahrradaktivste Schule in Köln“. Insgesamt beteiligten sich 70 Kölner Schulen am Wettbewerb „Schulradeln NRW“, der Teil des Stadtradelns ist.
Wie sich ein Alltag ohne Auto gestalten lässt, zeigte Anna Genser. Als diesjähriger „Stadtradeln-Star“ verzichtete sie drei Wochen lang vollständig auf den Wagen und legte 379 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Für sie ist das Rad das wichtigste Verkehrsmittel im Alltag. Sie möchte weitere Kölner dazu bewegen, ebenfalls häufiger aufzusatteln.
Unterstützung bekam die Aktion auch von drei Studenten der Universität zu Köln, die dem Verein Enactus Köln angehören. Sie waren nicht nur mit dem Fahrrad unterwegs, sondern warben zum Auftakt auch mit ihren Gesichtern und Aussagen auf Plakaten und in sozialen Netzwerken für die Teilnahme. Bei Enactus Köln entwickeln Studenten Start-ups mit sozialem und nachhaltigem Schwerpunkt.
Köln nahm in diesem Jahr bereits zum elften Mal am Stadtradeln teil. Die Kampagne des Klima-Bündnisses ist ein internationaler Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für den Umstieg aufs Fahrrad zu gewinnen und dadurch CO₂ einzusparen. Organisiert wurde die Kölner Aktion durch das Dezernat für Mobilität. Nach den Sommerferien sollen die erfolgreichsten Teams bei einer Abschlussveranstaltung für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |