Kampagne für mehr Rücksicht
Lächeln statt Stress: Köln wirbt für mehr Miteinander

Das Bild zeigt nicht den real Beteiligte. Symbolbild KI-generiert, kein echtes Foto. | Foto: KI-generiert mit ChatGPT/OpenAI
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Auf Kölns Straßen wird es oft eng, hektisch und gereizt. Genau da setzt die Stadt jetzt an: Mit der Kampagne „Rücksicht schenkt Dir ein Lächeln“ will sie für mehr Gelassenheit im Verkehr werben. Es geht um Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und E-Scooter-Nutzer – also um alle, die täglich durch Köln müssen. Die Botschaft ist einfach: Wer Rücksicht nimmt, macht die Stadt ein Stück sicherer.

Die Stadt Köln startet heute die Kampagne „Rücksicht schenkt Dir ein Lächeln“. Sie soll daran erinnern, was im Kölner Verkehr oft den Unterschied macht: ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, etwas weniger Ich-zuerst und mehr Blick für die anderen.
Eine repräsentative Studie des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften aus dem Jahr 2023 zeigt, wie wichtig vielen Menschen dieses Thema ist. Mehr als 80 Prozent der Befragten glauben, dass Rücksicht im Straßenverkehr die Sicherheit erhöht. Mehr als die Hälfte sagt außerdem, dass Stress im Verkehr häufig durch rücksichtsloses Verhalten anderer entsteht – egal, ob absichtlich oder unabsichtlich.
Auch in Köln ist das zu spüren. Laut Polizei nehmen Meldungen über Konflikte zwischen Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern zu. Auch bei der Stadtverwaltung gehen viele Hinweise ein. Für viele Kölner dürfte das keine abstrakte Zahl sein, sondern Alltag: ein knappes Überholen, ein blockierter Weg, ein Moment Unachtsamkeit an der Kreuzung.
Deshalb hat der Mobilitätsausschuss die Verwaltung beauftragt, eine Kampagne zu starten. Sie soll für mehr Rücksicht werben und besonders die Sicherheit von Fußgängern verbessern. Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln, sagt dazu: „Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass Menschen gefühlt zunehmend Eigeninteressen über die Einhaltung der Verkehrsregeln stellen. Mit der Kampagne ‚Rücksicht schenkt Dir ein Lächeln‘ möchten wir bewirken, dass alle Verkehrsteilnehmenden für das Thema sensibilisiert werden und sich das Wohlbefinden und Miteinander und damit auch die Sicherheit im Stadtverkehr verbessern.“
Die Stadt setzt dabei nicht auf den erhobenen Zeigefinger, sondern auf positive Botschaften. Mit verschiedenen Perspektiven und emotionalen Geschichten will sie zeigen, dass Rücksicht im Straßenverkehr nicht kompliziert sein muss. Es geht um Situationen, die jeder kennt: unterwegs mit dem Auto, auf dem Fahrrad, mit dem E-Scooter oder zu Fuß.
Die Idee dahinter ist klar. Wer rücksichtsvoll unterwegs ist, trägt dazu bei, dass andere entspannter und sicherer ans Ziel kommen. Und wer ein Lächeln bekommt, gibt es vielleicht weiter. So soll langfristig eine Kultur der Rücksichtnahme entstehen, die zu weniger Unfällen und einem besseren Verkehrsfluss beitragen kann.
Die Studie zeigt außerdem, dass Achtsamkeit im Verkehr eine Art Kettenreaktion auslösen kann. Wer Rücksicht erlebt, nimmt den Verkehr oft positiver wahr und wirkt damit auch auf andere. Mehr Rücksicht bedeutet weniger Stress und ein besseres Gefühl auf den Straßen. Genau daran will die Kampagne anknüpfen.
Der Start kommt nicht zufällig zur warmen Jahreszeit. Wenn mehr Menschen draußen sind, wenn Veedel, Parks, Straßen und Plätze voller werden, wird Rücksicht noch wichtiger. Ab dem 28. April sind deshalb zwei Kampagnenmotive für zwei Wochen auf Plakatflächen in der ganzen Stadt zu sehen. (bn.)

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EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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