Alles anders – alles vun de Söck
Kölner Dreigestirn ist proklamiert

Prinz Stefan I. (Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie (Stefan Knepper) sind das kölsche Trifolium, gestellt von der Kölner Narrenzunft.
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  • Prinz Stefan I. (Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie (Stefan Knepper) sind das kölsche Trifolium, gestellt von der Kölner Narrenzunft.
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KÖLN - (ak). „Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck“, so
lautet das Motto, und besser als bei der Proklamation des Kölner
Dreigestirns im Gürzenich konnte dies nicht umgesetzt werden.

An erster Stelle ist da Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach. Dass
er gekonnt durch eine Sitzung führen kann, weiß man – aber bei der
PriPro drehte er mal so richtig auf: unkompliziert, witzig, jeck.
Ritterbach heimste die meisten Pluspunkte ein. Da macht er aus der
Hofburg die Hochburg, fragt Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki,
ob dieser lieber im Dreigestirn oder Papst werden wolle, und erntet
die Antwort: „Beides ist mir zu jeck!“ An das Dreigestirn in der
Hofburg, wohin es drei Direktschaltungen zu den Außenreportern Luna
und Marc gab (zwei Top-Reporter) sagte er: „Noch sind sie nix.“
Immer wieder sorgte er für mehr Ruhe im Saal auch gerne mit direkter
Ansprache „Kölschbach setzt Dich. Gut, dass ich hier die meisten
mit Namen kenne.“
Zu diesem wirklich top aufgelegten Festkomitee-Präsidenten gesellte
sich ein extrem feierfreudiges Kölner Dreigestirn. Prinz Stefan I.
(Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie
(Stefan Knepper) sangen ein tolles Krätzje über ihre
„Nominierung“ und rockten mit „Ihr seid Dreigestirn“. Nach der
Proklamation sah man die drei mehr stehend und mittanzend als sitzend.
Da schwappte viel Lebensfreunde, viel „vun de Söck“ und viel
kölsches in den Saal. Oberbürgermeisterin Henriette Reker war
ebenfalls „vun de Söck“. Sie proklamierte op kölsch („Et hätt
noch immer jod jejange“ – Mer wesse jetz, dat dat nit immer
stemmp. Doch darf nit dä dä Sieg erlange, dä uns de Freud am Fiere
nimmp), sang und schunkelte mit.
Einen großen Anteil an dieser gelungenen „vun de
Söck-Proklamation“ hatten die Bands, Künstler und Redner. Der
Kinderchor „Chorakademie Solingen“ ließ „Happy“ die
Muppets-Puppen tanzen und sang mit Stefan Dahm das Mottolied. Für
Begeisterung sorgte das Schattentheater „Die Mobilies“. Erstmals
dabei, das Kinderdreigestirn Prinz Conrad I., Bauer Jonas und Jungfrau
Clara. Mit der Reimrede von „Der Nubbel“ (Michael Hehn) wurde es
deutlich politisch. „Hausmann“ Jürgen Beckers stellte klar
„Für die Stimmung sind blödere besser.“
Musikalisch gab es so einige Überraschungen: Die Räuber zeigten
einen Sketch; Cat Ballou hatten die Drummerholics (Trommeln in
Perfektion) und Mo-Tores mitgebracht; die Bläck Fööss hatten die
Lucky Kids und Gentleman dabei; Kasalla sorgten mit Gentleman und dem
großen Finale für nochmals viel kölsch Jeföhl.
Und auch das war dem Motto geschuldet. Statt der Plaggenträger, die
sonst für die Gäste auf der Treppe des Gürzenichs Spalier stehen,
waren es diesmal Pänz der Kinder-und Jugendtanzgruppen. Statt der
„Großen“ tanzte die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner
Narrenzunft, der Gesellschaft, die das Dreigestirn stellt, zu Ehren
des Dreigestirns.
Auch Prinz Stefan I., Bauer Andreas und Jungfrau Stefanie engagieren
sich für zwei soziale Projekte. Statt Geschenke biete sie um Spenden
für den mobilen Spielplatz „Juppi“ und für die
Spielplatzerweiterung im Kölner Zoo. An der Spendenaktion können
sich alle Jecken beteiligen. Spendenkonto: Gemeinnützige Gesellschaft
des Kölner Karnevals mbH (IBAN: DE31 3705 0198 1920 1617 08 
BIC: COLSDE33XXX , Stichwort „Dreigestirn 2017“).

 

Redakteur:

RAG - Redaktion

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