12.000 Demonstranten gingen für mehr Solidarität auf die Straße
Köln zeigt Haltung

Mit bunten Plakaten und Bannern zogen die Demonstranten vom Roncalliplatz zum Heumarkt.
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Köln - (nk). Unter dem Motto „Aufnahmen statt abschotten, hierbleiben
statt abschieben und Solidarität statt Hetze“ gingen 12.000
Demonstranten auf die Straße. Das Bündnis aus
Willkommensinitiativen, zivilgesellschaftlichen Vereinen, Initiativen,
Parteien, Gewerkschaften und Verbänden setzte mit der Demo ein klares
Zeichen: Köln zeigt Haltung.

Unterstützt von bekannten Kölnern wie Caroline Kebekus, Kasalla und
Wilfried Schmickler, die für das Unterhaltungsprogramm auf dem
Heumarkt sorgten, trafen die Demonstranten sich zum Auftakt am
Roncalliplatz. Nach mehreren Reden, unter anderem von Wolfgang
Uellenberg-van Dawen (Runder Tisch für Integration), Claus-Ulrich
Prößl (Geschäftsführer Kölner Flüchtlingsrat) und Shewa Sium
(agisra e.V.), liefe die Demonstranten zum Heumarkt.

„Hände, die Willkommen heißen“, beschrieb Wolfgang
Uellenberg-van Dawen das Logo des Bündnisses, „keine Hände, die
Menschen fesseln, in Flugzeuge setzen und in Kriegs- und
Krisengebieten abschieben. (…) Gemeinsam leben wir auf diesem
Planeten. Und wir tragen gemeinsam füreinander Verantwortung. (…)
Claus-Ulrich Prößl sagte: „Wer Rechtsextremismus, Rassismus und
Demokratiefeindlichkeit wirklich bekämpfen will, muss Menschen- und
Freiheitsrechte ausbauen, muss den Flüchtlingsschutz stärken und
muss die Armut bekämpfen und eine Politik der sozialen Gerechtigkeit
machen.“

Das Bündnis ist sich sicher, dass es Begegnung, Diskussion und
Partizipation benötigt, um ein Umdenken stattfinden zu lassen. Doch
die Entwicklungen gehen eher in Richtung einer Symptombekämpfung.
„Seit ihrer Gründung erhöhte die EU das Budget von Frontex
kontinuierlich: Während 2005 der Agentur jährlich 6,2 Millionen Euro
zur Verfügung standen, wuchs das Budget im Jahr 2017 auf 302
Millionen Euro. Für 2021 bis 2027 soll Frontex 21,3 Milliarden Euro
bereitgestellt werden“, berichtete Shewa Sium.

„Ich habe die Hoffnung, dass die Menschen mittlerweile erkennen,
dass wir unsere Stimme aktiv erheben müssen, damit endlich die wahren
Ursachen unserer Probleme erkannt werden und sich endlich etwas
verbessert“, so Demonstrantin Sabine.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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