Stadtradeln startet am 10. Juni
Köln tritt 21 Tage fürs Klima in die Pedale
- Stadtradeln auf dem Rheinboulevard Deutz.
- Foto: Uwe Weiser
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Jetzt zählt jeder Kilometer auf zwei Rädern. Köln macht wieder beim bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ mit – und diesmal sollen auch besonders viele Studierende mitziehen. Vom Weg zur Arbeit bis zur Tour am Wochenende: Wer in Köln unterwegs ist, kann zeigen, wie viel Fahrrad in dieser Stadt steckt. Auch Schulen sind wieder dabei. Und wer sonst oft ins Auto steigt, bekommt vielleicht einen guten Grund, es mal stehen zu lassen.
In Köln wird ab dem 10. Juni wieder kräftig in die Pedale getreten. Bis zum 30. Juni 2026 läuft in der Stadt der bundesweite Wettbewerb „Stadtradeln“. Mitmachen können alle, die in Köln wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule, Hochschule oder Universität besuchen. 21 Tage lang sammeln sie Fahrradkilometer – egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni, zum Einkaufen oder in der Freizeit.
Die Anmeldung läuft über die Internetseite von Stadtradeln. Radfahrer können sich einem bestehenden Team anschließen, als Kapitän ein eigenes Team gründen oder im offenen Team für Köln mitfahren. In diesem Jahr sollen besonders Kölner Studierende für die Aktion gewonnen werden. Dafür setzt sich der Verein Enactus an der Universität zu Köln ein.
„Wir erreichen mit Stadtradeln jedes Jahr neue engagierte Gruppen. Studierende sind hochgradig agil und vernetzt. Sie haben in der Regel ein ausgeprägtes Bewusstsein für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen für Köln setzen und die Energie auf zwei Rädern vorantreiben“, sagt Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln.
Der Verein Enactus Köln e.V. ist an der Universität zu Köln aktiv. Dort entwickeln Studierende Start-ups mit sozialem und nachhaltigem Hintergrund. Die Organisation gehört nach Angaben der Stadt zu einer der größten Studierenden-Organisationen weltweit. Für das Stadtradeln bringt Enactus damit ein Netzwerk mit, das gut zur Aktion passt: junge Menschen, die sich mit ökologischen und sozialen Themen beschäftigen und andere zum Mitmachen bewegen können.
Auch Marlena Hock, Vorstand von Enactus Köln e.V., sieht in der Aktion einen passenden Anstoß: „Stadtradeln passt einfach perfekt zu unserer ökologischen und sozialen Ausrichtung. Mit unseren Projekten arbeiten wir daran die Zukunft nachhaltig zu gestalten und eine Aktion wie Stadtradeln gibt uns da nochmal eine gehörige Portion Rückenwind.“
Ein besonderes Gesicht der diesjährigen Aktion ist Anna Genser. Sie macht als „Stadtradeln-Star“ mit und will drei Wochen lang auf das Auto verzichten. „Ich mache beim Stadtradeln als ‚Star‘ mit, weil ich zeigen möchte, dass nachhaltige Mobilität wirklich funktioniert. Für mich ist das Fahrrad das wichtigste Verkehrsmittel im Alltag und ich setze mich dafür ein, dass noch mehr Menschen in Köln diesen Zugang erleben“, sagt sie.
Für viele Kölner ist das Fahrrad längst mehr als ein Freizeitgerät. Es ist ein Mittel, um durch die Stadt zu kommen, Wege anders zu planen und den Alltag ein Stück beweglicher zu machen. Genau darum geht es beim Stadtradeln: nicht um große Versprechen, sondern um Kilometer, die im Alltag tatsächlich gefahren werden. Jeder Weg zählt, ob kurz oder lang.
Im vergangenen Jahr kam Köln beim Stadtradeln auf ein Rekordergebnis. 10.680 Teilnehmer traten in 492 Teams an und legten zusammen mehr als 2,2 Millionen Kilometer zurück. An diese Beteiligung will die Stadt nun anknüpfen.
Parallel läuft auch wieder der Sonderwettbewerb „Schulradeln“. Er richtet sich an Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Im Mittelpunkt steht eine gesunde Abwechslung zum oft bewegungsarmen Schulalltag. Wer vom Eltern-Taxi aufs Fahrrad umsteigt, tut etwas für die eigene Bewegung und leistet zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem sollen junge Menschen fit gemacht werden für das Radfahren im Alltag.
Das Schulradeln ist als eigener Wettkampf in die Stadtradeln-Kampagne eingebettet. Nach Einschätzung der Stadt steckt in diesem Bereich besonders viel Potenzial, weil Kinder und Jugendliche mobil sind und sich für Wettbewerbe begeistern lassen. Für Köln heißt das: Auch auf dem Schulweg kann aus vielen einzelnen Fahrten ein sichtbares Zeichen werden.
Für Anmeldungen und weitere Informationen steht auch hier eine Internetseite bereit: Stadtradeln - Schulradeln (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |