In sieben Tagen nach Rom
In die Pedale treten für kranke Pänz
- Jozef John Palushaj hat schon mehrere Touren dieser Art gemeistert.
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Dieser Friseur hat ein ganz großes Herz für kranke Kinder! Jozef John Palushaj (42) wird im Rahmen seiner Kampagne Two Wheels for Kids erneut einen Fahrradmarathon der besonderen Art absolvieren. Ab Sonntag geht‘s in sieben Tagen von Köln nach Rom, wovon einmal mehr das Kinderkrankenhaus von Pristina direkt profitiert. Unterstützt wird die Spendensammelaktion von den Comedians Carolin (45) und David Kebekus (41) sowie Moderator Jan Köppen (42).
von Alexander Büge
Köln. Die Promis sind von Palushajs Kampagne jedenfalls begeistert. Denn der ambitionierte Hobbysportler fährt die gut 1450 Kilometer lange Strecke in sieben Tagen nicht aus Spaß. Vielmehr will er möglichst vielen kranken Kindern im Kosovo etwas Gutes tun. Durch seine verrückte Tour sollen über seinen Instagram-Kanal jedenfalls möglichst viele Menschen begeistert und Spenden gesammelt werden (Spendenkonto: IBAN: DE 40 3706 0193 0130 2640 00).
Unter allen Spendern werden dann beispielsweise VIP-Tickets für einen Auftritt von Carolin Kebekus oder Karten für eine Aufzeichnung von Deutschland sucht den Superstar verlost. „Ich bin sehr dankbar, dass ich von vielen tollen Menschen bei meiner Tour unterstützt werde“, sagt Palushaj, der bis zu seiner Zieleinfahrt möglichst 10.000 Euro für das Kinderkrankenhaus in Pristina zusammenbekommen will. „Nach meiner Ankunft in Rom, werden wir die Verlosung dann durchführen.“
Bis es so weit ist, wird Palushaj zunächst etliche Male an seine körperlichen Grenzen geraten. Schließlich muss er jeden Tag mehr als 200 Kilometer auf dem Sattel verbringen. Und das nicht nur auf gerader Strecke. Vielmehr müssen die Alpen überwunden werden. „Um die Berge hochzukommen, braucht es neben viel Ehrgeiz jede Menge Nerven, Kraft und Ruhe, vor allem aber Geduld“, sagt Palushaj, der in den letzten Jahren für den gleichen Zweck bereits Touren nach Lyon, Barcelona, zum Mont Blanc und nach Kosovo gemeistert hat. „Man muss unbedingt den Rhythmus beibehalten und darf nicht absteigen, sonst wird es schwer. Wenn man den Berg dann geschafft hat und oben angekommen ist, kommt der ultimative Adrenalin-Kick.“ Die schönen Ausblicke und die ersten 20 Minuten der Abfahrt könne man dann genießen, ehe es wieder unangenehm werde. „Man muss sich dann noch mehr konzentrieren, da man die ganze Zeit in einer starken Vorwärtsposition ist und ein wahnsinniger Druck auf den Unterarmen entsteht, während man ständig bremsen und gut aufpassen muss“, erklärt Palushaj, der während der Tour für den Notfall von einem Bekannten mit dem Auto begleitet wird. „Man freut sich also auch, wenn man unten angekommen ist und wieder normal fahren kann. Denn auch die Abfahrt ist anstrengend.“
Aufgeben ist für Palushaj allerdings keine Option, da er den kranken Kindern unbedingt regelmäßig etwas Gutes tun will. Die Idee dazu ist ihm erstmals im Jahr 2021 gekommen, in seinem Frisörsalon am Barbarossaplatz im Rahmen eines Kundengesprächs. „Ich habe ihm gesagt: ‘Wenn du willst, fahre ich von Köln nach Barcelona ohne Probleme‘, woraufhin er erwiderte: ‚Nie im Leben‘.“
Daraufhin folgte eine Wette der besonderen Art. Und da Palushaj einige Wochen zuvor eine Kundin kennengelernt hatte, die im Kinderhospiz arbeitet, war für ihn klar: Er muss etwas zugunsten dieser todkranken Kinder tun. „Das ist ein sehr sensibles Thema für mich, da ich zwei langjährige Freunde durch Krebs verloren habe“, sagt Palushaj. „Deshalb habe ich ihm gesagt: ‚Wenn ich es schaffe, mit dem Fahrrad in sechs Tagen nach Barcelona zu fahren, dann spendest du für das Kinderhospiz 2000 Euro‘.“
Und genauso kam es auch. Mehr noch: Fortan sammelte Palushaj auf diese Weise jedes Jahr Geld für Kinder in Not, bei Touren nach Lyon, Barcelona, zum Mont Blanc und nach Kosovo. Und nun steht eben seine Fahrt nach Rom an, die am 19. Juli am Petersdom enden soll. Dort angekommen, dürfte Palushaj dann überglücklich sein – da er seine Tour erfolgreich absolviert und kranken Kindern einmal mehr etwas Gutes getan hat.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |